• 25.09.2014, 16:12:57
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FPÖ-Leyroutz zum Thema Gesundheit: Volles Verständnis für Spitalärztestreik

Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner muss Notwehrmaßnahmen ernst nehmen

Utl.: Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner muss
Notwehrmaßnahmen ernst nehmen =

Klagenfurt (OTS) - Der Klubobmann der FPÖ-Kärnten, Mag. Christian
Leyroutz, zeigt auf, dass der heute stattgefundene Ärztestreik als
ein absolut notwendiger Schritt der Mediziner angesehen werden müsse:
"Die heutige Veranstaltung hätte verhindert werden können, wenn
Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner reagiert und seriöse
Gespräche mit den Ärzten geführt hätte. Das jahrelange Versäumnis der
SPÖ- Gesundheitspolitik kommt nun zum Vorschein". Es handle sich bei
dem Streik um eine klare Aufforderung an Prettner. Noch
offensichtlicher könne man den Verantwortlichen des
Gesundheits-Pfuschs wohl kaum vor Augen halten, dass die bisherigen
Behauptungen, dass alles im Kärntner Gesundheitsbereich in Ordnung
wäre, nicht der Realität entsprechen.

Prettner weigerte sich jedoch bis dato, dies einzugestehen, bemerkt
Leyroutz und bekräftigt den entsprechenden heute eingebrachten
Dringlichkeitsantrag der FPÖ, welcher die Gesundheitsreferentin
auffordert einen Maßnahmenkatalog zur Entlastung der Ärzte in den
Landesspitälern mit folgenden Punkten durchzusetzen:

- Wöchentliche Arbeitszeiten von Ärzten von mehr als 60 Stunden sind
grundsätzlich zu untersagen,

- Es ist dem Landtag ein Plan vorzulegen, wie Kärnten die
EU-Arbeitzeitrichtlinien für Ärzte umsetzen wird,

- Es ist dem Landtag ein Bundesländervergleich aller Ärztegehälter
vorzulegen, um feststellen zu können, ob die entsprechenden Proteste
der Ärzteschaft eine objektive Grundlage haben und allenfalls eine
Erhöhung der Grundbezüge vorgenommen wird,

- Das Modell von Niederösterreich, dem zufolge Ärztinnen und Ärzte
das Ausmaß der Überstunden, die sie leisten wollen, selbst bestimmen
dürfen, ist zumindest etappenweise in Kärnten zu übernehmen,

- Damit Ärzte Zeit für die Betreuung von Patienten gewinnen, sollten
sie von administrativen Aufgaben entlastet werden, wofür ihnen eigene
Dokumentationsassistenten zur Seite gestellt werden sollen,

- dem Landtag ist umgehend eine Liste jener Abteilungen vorzulegen,
in denen die Personalsituation so dramatisch ist, dass eine geordnete
Versorgung (ständige fachärztliche Präsenz) nicht mehr gewährleistet
werden kann. Es sollen dann parteiübergreifend unter Einbeziehung der
Ärztekammer Lösungsmöglichkeiten gefunden werden,

- die zuständige Spitalreferentin LHStv. Beate Prettner sollte dem
Landtag ein Paket von Maßnahmen vorlegen, das Kärnten gegen den
dramatischen Mangel an Turnusärzten ( - 60 % gegenüber 2010 im
Klinikum) unternehmen kann,

- Das Land sollte nach dem Beispiel anderer Bundesländer jenen
Medizin-Studenten, welche zum Abschluss ihres Studiums ein
klinisch-praktisches Jahr absolvieren müssen, eine Entschädigung
gewähren. Damit hätte man die Chance, zusätzliche Jungärzte für
Kärnten zu gewinnen.

"Wir nehmen die Kritik und die Sorgen der Ärzte jedenfalls ernst.
Diese haben unser vollstes Verständnis, denn es handelt sich um eine
berechtigte Notwehrmaßnahme auch im Interesse der Patienten. Prettner
habe auf allen Ebenen versagt. Die Gesundheitsreferentin sollte
abtreten, bevor sie Kärntens Gesundheitssystem endgültig ruiniert",
so Leyroutz abschließend

(Schluss)

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