- 25.09.2014, 14:17:21
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Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg sind Vorbilder in der Behandlung von KPJ-Studierenden.
Drei von neun Ländern zahlen Aufwandsentschädigung für Medizinstudierende im klinisch-praktischen Jahr (KPJ).
Utl.: Drei von neun Ländern zahlen Aufwandsentschädigung für
Medizinstudierende im klinisch-praktischen Jahr (KPJ). =
Wien (OTS) - Seit gestern ist es amtlich. Das Land Niederösterreich
wird den Studierenden des klinisch-praktischen Jahres (KPJ) künftig
Aufwandsentschädigungen auszahlen. Nachdem Vorarlberg eine
Vorreiterrolle in Richtung Entschädigung eingenommen hatte und sich
auch das Burgenland angeschlossen hatte ist Niederösterreich das
dritte Bundesland, das bereit ist, sozial vertretbare Bedingungen zu
schaffen und Österreich als Standort für JungmedizinerInnen
attraktiver zu machen. Als Studierende aus Wien freuen wir uns ganz
besonders, dass nun bereits zwei Länder in unmittelbarer Nähe diese
wichtige Investition in Richtung Zukunft machen, in der alle
Beteiligten langfristig nur profitieren können.
"Kostenloses Mittagessen ist einfach nicht genug, um das KPJ für alle
Studierenden leistbar zu machen. Selbst das wird nur in manchen
Krankenhäusern Österreichs zur Verfügung gestellt." hält Falk
Preißing, stellvertretender Vorsitzender der ÖH Med Wien, fest.
Im letzten Studienjahr, dem KPJ, haben Medizinstudierende über 48
Wochen lang eine Wochenarbeitszeit von 35 Stunden an Stationen und
Ambulanzen in Spitälern abzuleisten. Neben dieser Tätigkeit ist es
quasi unmöglich, Nebenerwerbstätigkeiten zur Studienfinanzierung
weiter zu betreiben. Für viele Medizinstudierende fällt zu diesem
Zeitpunkt die Familienbeihilfe weg und durch die seit langem
überfällige Inflationsanpassung der Studienbeihilfe sowie
Aktualisierung der Bemessungsgrundlagen gibt es hier massiven
Änderungsbedarf.
"Wir erhalten immer wieder verzweifelte Mails von Studierenden, die
sich schlichtweg den Kopf darüber zerbrechen, wie sie sich 48 Wochen
Gratisarbeit leisten sollen." berichtet Lukas Wedrich,
stellvertretender Vorsitzender der ÖH Med Wien.
Nachdem sich die Bundesregierung seit Monaten konsequent weigert, den
JungmedizinerInnen Österreichs in dieser verfahrenen Situation eine
gesetzliche Regelung zu verschaffen, sind die ÖHs der medizinischen
Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck in sehr konstruktive
Gespräche mit den SpitalsträgerInnen gegangen.
"Es freut uns sehr, dass einige SpitalsträgerInnen ihre Verantwortung
wahrnehmen und den Studierenden signalisieren wo sie mit guten
Arbeits- und Ausbildungsbedingungen rechnen können." hält Sarah
Schober, Vorsitzende der ÖH Med Wien abschließend fest.
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