Grüne Josefstadt/Spritzendorfer: BIG plant Verkauf des Palais Strozzi in der Josefstadt

Wien (OTS) - Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Das Palais Strozzi in der Josefstädterstraße 39 soll verkauft werden. Die Immobilie, die sich im Bundesbesitz befindet und durch die Bundesimmobilien Gesellschaft verwaltet wird, soll an interessierte Verwerter "mit Expertise im Wohnbau" verkauft werden. Stv. Bezirksvorsteher Alexander Spritzendorfer von den Grünen kritisiert den geplanten Verkauf: "Wir wollen ein öffentliches Palais in einer lebendigen und pulsierenden Josefstädterstraße. Hier wird öffentliches Gut durch die Hintertüre privatisiert und unwiederbringlich verscherbelt, um Luxuswohnungen für Superreiche zu errichten. Bezirksvorsteherin Mickel soll ihren Parteikollegen, den letztverantwortlichen Finanzminister, dem die Bundesimmobiliengesellschaft untersteht, in die Verantwortung nehmen und ihn auffordern, den Verkauf zu stoppen", so Spritzendorfer.

Die Grünen Josefstadt legen nun ein Konzept vor, wie eine zukünftige Nutzung aussehen könnte: Das Palais Strozzi soll zum Bildungszentrum Josefstadt werden! Darin könnten die Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP) und das Musische Zentrum (MZW) untergebracht werden. Damit bliebe eine öffentliche Nutzung gewährleistet. Die BAKIP8, mit rund 700 SchülerInnen und angeschlossenen Übungskindergärten, wünscht sich eine Zusammenlegung ihrer drei Standorte in einem zentralen Bildungszentrum. "Die BAKIP8 ist schon jetzt Mieterin von 3 BIG Immobilien - soll die BIG doch diese Häuser verkaufen und dafür das Palais Strozzi zu einer Bildungseinrichtung machen", so Spritzendorfer.

Die Grünen schlagen auch vor, das Musische Zentrum von der Zeltgasse in das Palais Strozzi zu übersiedeln. Das hätte laut Spritzendorfer mehrere Vorteile: BAKIP und MZW passen perfekt zusammen und die Volksschule Zeltgasse, die aus allen Nähten platzt, würde endlich den erforderlichen zusätzlichen Raum bekommen.

Mit einem offenen Brief wendet sich Spritzendorfer an den Finanzminister, die Bildungsministerin, die Familienministerin und die Bundesimmobiliengesellschaft mit dem Ersuchen, das Palais Strozzi nicht zu verkaufen und die vorgelegten Pläne für ein Bildungszentrum Josefstadt zu prüfen.

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