Industrie: Freihandelsabkommen TTIP und CETA als Chance begreifen

IV-GS Neumayer: Bis zu 20.000 heimische Arbeitsplätze durch TTIP möglich - USA drittwichtigster Handelspartner Österreichs - Niemand will hohe heimische Standards aufweichen

Wien (OTS/PdI) - "Es wäre aus Sicht des heimischen Wirtschaftsstandortes dringend geboten, das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP endlich als echte Chance für Europa zu begreifen, anstatt es ohne sachlich haltbare Begründung immer wieder als Bedrohung darzustellen. Umso mehr als Europa und Österreich mit steigender Arbeitslosigkeit und einbrechender Konjunktur zu kämpfen haben. Das gilt für TTIP wie für das geplante Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada gleichermaßen", erklärte Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), angesichts der aktuellen Nationalratssondersitzung heute, Dienstag. So stünden europäische Standards im Arbeits-, Sozial-, Umwelt- oder Lebensmittelbereich bei den Verhandlungen nicht zur Debatte, wie dies immer wieder - auch medial - kolportiert werde. "Niemand will unsere hohen heimischen Standards aufweichen, abschaffen oder jene der USA übernehmen", betonte Neumayer. Vielmehr ergebe sich die historische Chance, die größte Freihandelszone der Welt zu errichten - mit positiven Effekten für Wohlstand und Arbeitsplätze auch in Österreich. "Bedenken und Anmerkungen von unterschiedlichen Seiten liegen bei solch einem Projekt in der Natur der Sache. Völlig falsch wäre es jedoch, unbegründet Panik zu verbreiten und Negativszenarien zu entwerfen", so Neumayer.

"Allein in Österreich könnten durch TTIP bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen", wies der IV-Generalsekretär auf die positiven Aspekte für den heimischen Arbeitsmarkt hin: "Für Österreich sind die USA die drittwichtigste Exportdestination. Rund 200 österreichische Betriebe produzieren dort und beschäftigen etwa 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere 400 österreichische Tochterfirmen haben Vertriebsniederlassungen und Repräsentanzen in den Vereinigten Staaten. Österreich hat 5,4 Mrd. Euro in den USA investiert und die Vereinigten Staaten 18,1 Mrd. Euro bei uns." Exporterleichterungen, der Abbau von teurer zwischenstaatlicher Bürokratie sowie die Beseitigung tarifärer und nicht-tarifärer Handelshemmnisse sei gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein wichtiger Schritt für die heimischen Unternehmen - sowohl in Bezug auf die USA als auch Kanada. "Nicht zuletzt hängen davon in großem Ausmaß auch Arbeitsplätze ab. Umso mehr lohnt es sich, zunächst einmal die Verhandlungsergebnisse abzuwarten und dieses dann nüchtern und sachlich zu diskutieren", sagte Neumayer.

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