- 22.09.2014, 14:55:52
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"Energieunternehmen sollen für Versorgungssicherheit sorgen"
AK Angelo: "Das muss Vorrang vor den Aktionärsinteressen haben."
Utl.: AK Angelo: "Das muss Vorrang vor den Aktionärsinteressen
haben." =
Wien (OTS) - Der Energiemarkt steht vor großen Herausforderungen und
damit auch die Energieunternehmen. "Aber Strom- und Gasversorger
haben immer noch die öffentliche Aufgabe Versorgungssicherheit zu
gewährleisten", sagt Silvia Angelo, Leiterin der AK
Wirtschaftspolitik. "Das muss Vorrang vor den Aktionärsinteressen
haben. Aber bei den Unternehmensentscheidungen stehen die Shareholder
zu sehr im Vordergrund - wie man am Beispiel des Kraftwerkes Mellach
sieht." Damit ist die Sicherung der Wärmeversorgung für die Stadt
Graz für die kommenden Jahre offen. Die Kosten für eine alternative
Lösung werden wohl wieder die KonsumentInnen zu tragen haben.
Die AK fordert: Der Schließung von Kraftwerken, die für das
Energiesystem relevant sind, nur weil sie zu wenig Profit abwerfen,
ist ein Riegel vorzuschieben. Es darf keinen Alleingang der
Energieunternehmen geben, wenn es um die Entscheidung geht,
systemrelevante Kraftwerke zu schließen. Derzeit gibt es aber noch
keine ausreichende gesetzliche Basis dafür. Angelo: "Vizekanzler und
Wirtschaftsminister Mitterlehner sollte rasch handeln und klare
gesetzliche Voraussetzungen für den Weiterbetrieb systemrelevanter
Kraftwerke schaffen."
Klare gesetzliche Regeln für den Weiterbetrieb systemrelevanter
Kraftwerke würden auch dem Ruf nach Förderungen Einhalt gebieten.
"Im Namen der ,Energiewende' werden jetzt schon immer mehr Kosten auf
die Haushalte überwälzt", kritisiert Angelo. Für 2015 könnte wieder
eine Kostenlawine auf die Haushalte zurollen: Die Kosten für die
Ökostromförderung könnten erneut steigen. Derzeit zahlt ein Haushalt
mit durchschnittlichem Stromverbrauch dafür bereits 83 Euro pro Jahr.
Die AK möchte Fördermittel an Energieunternehmen stark reduzieren und
umschichten, auch im Bereich der erneuerbaren Energieerzeuger. "Der
Energiemarkt gleicht immer mehr einem Förderdschungel", so Angelo.
Zukünftig sollte es nur mehr Förderungen geben, wenn nach strengen,
transparenten Kriterien, die Notwendigkeit hierfür nachgewiesen wird.
Anstelle von jahrelanger Förderung der Einspeisetarife sollte mit
einmaligen Investitions-zuschüssen gearbeitet werden. Im Gegenzug
könnten mehr Förderungen in die Forschung Energiemarkt-relevanter
Technologien und Prozesse fließen.
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