- 22.09.2014, 09:30:31
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Entwicklung braucht Wissen
Wien (OTS) - Knapp 12 Millionen Euro gab die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit 2013 für Berufsbildung, Hochschulbildung
und Wissenschaftsförderungen in den Partnerländern aus. Mehr im
Informationsschwerpunkt auf www.entwicklung.at.
Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Unterricht in der
Muttersprache, Berufsbildung, Hochschulbildung, bessere
Bildungschancen für Menschen mit Behinderungen und Gruppen am Rand
der Gesellschaft - dafür setzt sich die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit ein.
Obwohl in den letzten Jahren international viel im Bereich Bildung
getan wurde, verfügten 2012 weltweit rund 200 Millionen junge
Menschen über keinen Grundschulabschluss. Aber wer gebildet ist, kann
sich gegen Armut besser schützen. Die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit investierte 2013 fast 12 Millionen Euro,
um Hochschul- und Berufsbildung sowie Wissenschaft zu fördern. Allein
für das Hochschulkooperationsprogramm APPEAR sind für die nächsten
sechs Jahre 12 Millionen Euro vorgesehen: Für die Zusammenarbeit in
innovativen Vorhaben von österreichischen
Universitäten/Fachhochschulen mit Hochschulen und wissenschaftlichen
Einrichtungen in Partnerländern.
"Gut ausgebildete Menschen decken den Bedarf an qualifizierten
Arbeitskräften und sind bestens für die Erfordernisse der
internationalen Wissensgesellschaft vorbereitet", betont Martin
Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der
Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit: "Die
Kooperationen im wissenschaftlichen Bereich bringen wichtige
Erkenntnisse für die Entwicklung in unseren Partnerländern. Wenn die
Berufsbildung vor Ort gestärkt wird, hat das auch positive Effekte
auf das wirtschaftliche Fortkommen der Region", so Ledolter.
Bessere Bildung für alle
In Burkina Faso zum Beispiel können junge Menschen mit
Unterstützung Österreichs eine landwirtschaftliche Ausbildung in
ihrer Muttersprache absolvieren. Bisher haben 152 Schülerinnen und
Schüler den Lehrgang abgeschlossen, die meisten von ihnen haben
bereits einen Job gefunden. In Albanien profitieren rund 400
MetallarbeiterInnen von einer landesweit anerkannten Weiterbildung,
in Moldau wurden gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium, neue
Berufsbilder und Ausbildungsmodelle entwickelt. Zum Beispiel haben
rund 600 SchülerInnen in Nisporeni und Leova die Möglichkeit, den
Beruf des Kellermeisters oder andere in der Region gefragte
landwirtschaftliche Berufe zu erlernen.
"Ohne gut ausgebildete Menschen ist die nachhaltige Entwicklung
eines Landes unmöglich", ist Martin Ledolter überzeugt: "Die Austrian
Development Agency ist ein international geschätzter Partner, wenn es
um Berufs- und Hochschulbildung oder Wissenschaftskooperationen geht.
In der Diskussion über die neuen globalen Ziele für nachhaltige
Entwicklung ab 2015 zeichnet sich jetzt schon ab, dass Bildung und
Wissenschaft eine wichtige Rolle spielen werden. Wir liegen mit
unserer Schwerpunktsetzung also genau richtig", so
ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter.
Zum Informationsschwerpunkt:
http://www.entwicklung.at/themen/bildung-und-wissenschaft/entwicklung
-braucht-wissen/
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei
ihrer nachhaltigen Entwicklung. Das Außenministerium plant die
Strategien und Programme, die Austrian Development Agency setzt diese
gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen,
Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.
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