Auf Messers Schneide: Österreichische Gesellschaft für Gefäßchirurgie reagiert auf Nachwuchsmangel

Fürigen/Graz (OTS) - Am vergangenen Samstag, den 13. September 2014, ging die 46. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (ÖGG) in Graz zu Ende. An den vier Kongresstagen stand neben neuen Studienergebnissen und Therapieverfahren die brennende Frage - wie der medizinische Nachwuchs für das Fach Gefässchirurgie begeistert werden kann - im Mittelpunkt.

"Der derzeitige Mangel an gefässchirurgischem Nachwuchs wird bereits in naher Zukunft zu entsprechenden Versorgungsproblemen in Österreich führen", warnen Prim. Dr. Franz Hinterreiter, ÖGG-Präsident, sowie Univ.-Prof. Dr. Tina Cohnert, designierte ÖGG-Präsidentin. Angesichts dieser Situation hat die ÖGG eine Initiative im Bereich der Aus- und Weiterbildung ergriffen: In Kooperation mit VASCULAR INTERNATIONAL (VI) wurden im Rahmen der Jahrestagung praktische Hands-on-Kurse an VASCULAR INTERNATIONAL-Modellen für die NachwuchschirurgInnen organisiert. Die gezielt strukturierte Ausbildung anhand von VI-Simulationstrainings führt die JungärztInnen optimal an die Anforderungen des Faches heran. So will die ÖGG die Zukunft der Gefässchirurgie und somit die Betreuung der österreichischen Bevölkerung sicherstellen.

"Der Ärztemangel ist mittlerweile in Österreich genauso wie in Mitteleuropa ein schwerwiegendes Problem. Hier in der Steiermark werden wir eventuell schon ab Jänner 2015 keine Nachtdienste mehr besetzen können. Jedes Mittel, junge Menschen für diesen Beruf zu begeistern, muss eingesetzt werden. Die VASCULAR INTERNATIONAL-Kurse zur Erlernung der endovaskulären Grundtechnik sind besonders wichtig, weil hier Methoden aus verschiedenen Fächern zusammengeführt werden, die bisher im klassischen Ausbildungsgang nicht in dieser Form kombiniert wurden. Hier besteht bei sehr vielen jungen Kolleginnen und Kollegen noch ein grosses Nachholbedürfnis", so Univ.-Prof. Dr. Tina Cohnert, Tagungspräsidentin und Abteilungsleiterin der Gefässchirurgie LKH-Universitätsklinikum Graz.

Neben verstärkten Massnahmen in der praktischen Ausbildung setzte sich die Österreichische Gesellschaft für Gefäßchirurgie in den letzten Jahren auch intensiv für die Einführung eines Sonderfaches "Gefässchirurgie" ein, um die Ausbildung der jungen KollegInnen zu verkürzen. 2015 wird dieses nun in Österreich eingeführt. Bisher mussten angehende GefässchirurgInnen auch die allgemeinchirurgische Ausbildung absolvieren. Die Allgemeinchirurgie und die damit verbundene lange Ausbildungszeit fallen mit dem Sonderfach weg. Auch mithilfe von praktischen Hands-on-Kursen, wie sie VASCULAR INTERNATIONAL anbietet, kann die gefässchirurgische Aus- und Weiterbildung wesentlich effizienter und patientensicherer gestaltet werden. "Mit der Einführung des Sonderfaches und verstärkten Massnahmen im praktischen Training können wir zumindest in unserem Fach dem akuten Ärztemangel entgegenwirken", so Hinterreiter.

Insgesamt nahmen 35 NachwuchschirurgInnen an den VI-Kursen in Graz teil. Mit verschiedenen Simulatoren wurde in den VI-Kursen die Sanierung von infrarenalen Bauchaortenaneurysmen geübt.

Links: www.vascular-international.org, www.oegg2014.at
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