• 12.09.2014, 12:25:41
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Zsifkovics spricht "Danke der Kirche an Melinda Esterhazy"

Burgenländischer Bischof bei Requiem im Eisenstädter Dom: Mit Tod der letzten Fürstin der Dynastie ging Ära zu Ende - Achtung, Sperrfrist 12.9., 13:00

Utl.: Burgenländischer Bischof bei Requiem im Eisenstädter Dom: Mit
Tod der letzten Fürstin der Dynastie ging Ära zu Ende -
Achtung,
Sperrfrist 12.9., 13:00 =

Eisenstadt, 12.09.14 (KAP) Ein "Danke der Kirche" an Melinda
Esterhazy hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics beim
Requiem für die am 28. August verstorbene letzte Fürstin des Hauses
Esterhazy gesprochen. Ihre eiserne Disziplin und ihr umsichtiges
Wirken hätten sie nach dem Tod ihres Gatten Paul Esterhazy 1989 "zu
einer der bedeutendsten Förderinnen der kulturellen Entwicklung des
Burgenlandes und des gesamten pannonischen Raumes gemacht", sagte
Zsifkovics am Freitag in seiner Predigt im Eisenstädter Martinsdom.

Das hohe kulturelle und künstlerische Erbe der Esterhazys habe die
frühere Balletttänzerin "als Fürstin weitergetragen auf dem Parkett
der burgenländischen Zeitgeschichte". Der Bischof verwies auf die
von der Verstorbenen eingerichteten Privatstiftungen, die dieses
Erbe der Nachwelt erhielten.

Besonders strich Bischof Zsifkovics die Verbundenheit Melinda
Esterhazys und ihrer Familie mit der der Kirche hervor. Sie selbst
sei allen seinen Vorgängern "persönlich eng verbunden" gewesen, und
"die von ihr repräsentierte Dynastie hat über Jahrhunderte mit der
Schaffung bedeutender geistlicher Zentren und als Patronatsherren
dem Land die christliche Seele erhalten". Zsifkovics bezeichnete es
als "Seelenadel der Esterhazys", Gott und nicht die eigene Macht und
Größe zum Maß aller Dinge zu erheben.

Bereits Paul I. (1635-1713), der Begründer der Fürstendynastie, sei
ein zutiefst gläubiger und frommer Katholik gewesen. Mit der von ihm
selbst komponierten "Harmonia Caelestis" sei er musikalisch beim
Trauergottesdienst präsent, "es führt ein roter Faden direkt von ihm
durch drei Jahrhunderte hindurch hierher in diesen Dom", so Bischof
Zsifkovics. Am Sarg der letzten Fürstin Esterhazy seien die
Trauernden Zeugen nicht nur des Endes eines persönlichen
Lebensweges, "sondern auch des Endes von drei Jahrhunderten
Fürstentum in dieser unserer geliebten pannonischen Heimat". Die
Übergabe der sterblichen Überreste Melindas in der Familiengruft der
Esterhazys im Eisenstädter Franziskanerkloster sei "auch das Ende
einer Ära", so Zsifkovics.

"Unser Danke an Melinda, die letzte Fürstin, ist gleichzeitig unser
Danke an die ganze Fürstendynastie, die mit ihr zu Ende geht."
Melinda sei Teil einer Familie gewesen, "der es über Jahrhunderte
bestimmt war, die Geschichte Pannoniens zu prägen wie keine zweite"
und diesen Teil Mitteleuropas "und mit ihm das österreichische
Kaiserreich so zu schützen wie keine zweite".

Mehr auf www.kathpress.at (ende) fam/

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