• 12.09.2014, 10:09:09
  • /
  • OTS0062 OTW0062

ÖAMTC: Mehr als 40 Prozent aller Tunnelunfälle geschehen aus Unachtsamkeit

Aktuell mehrere Tunnelbaustellen auf den Transitrouten und Reiseverkehr am Wochenende

Utl.: Aktuell mehrere Tunnelbaustellen auf den Transitrouten und
Reiseverkehr am Wochenende =

Wien (OTS) - Über 360 Tunnelröhren-Kilometer sind derzeit im
hochrangigen Straßennetz in Österreich in Betrieb (Quelle: BMVIT), 29
befinden sich im Bau und rund 60 Kilometer sind in Planung. Infolge
mehrerer Tunnelunfälle in den vergangenen Tagen erinnert
ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus Schneider: "Die
Tunnelsicherheit wurde in den vergangenen Jahren wesentlich
verbessert, das auch vom ÖAMTC geforderte Ausbauprogramm wird 2019
abgeschlossen sein. Aber das allein reicht nicht, denn das
Lenkerverhalten ist mitentscheidend. Mehr als 40 Prozent aller
Tunnelunfälle können auf Unachtsamkeit bzw. Ablenkung von Lenkern
zurückgeführt werden." Prognosen zufolge steht ein verkehrsreiches
Wochenende bevor. Insbesondere im Bosruck- (A9), Gleinalm- (A9) und
Karawankentunnel (A11) sowie bei den Tunnelketten Klaus (A9) und
Nordumfahrung Klagenfurt (A2) ist aufgrund von größeren Baustellen
erhöhte Aufmerksamkeit gefordert.

2013 ereigneten sich auf allen Straßen in Österreich insgesamt 116
Tunnelunfälle (Quelle: Statistik Austria, Bearbeitung:
ÖAMTC-Unfallforschung). Dabei verunglückten 209 Personen, drei von
ihnen verloren ihr Leben. Die Hauptursachen bei Tunnelunfällen sind
Unachtsamkeit bzw. Ablenkung (42 Prozent), gefolgt von Unfällen
aufgrund eines mangelhaften Sicherheitsabstandes (18 Prozent) und
aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit (12 Prozent).

Richtiges Verhalten im Tunnel

* Vor der Einfahrt in den Tunnel Abblendlicht und Radio einschalten,
Sonnenbrille gegebenenfalls abnehmen.

* Beim Durchfahren eines Tunnels ausreichenden Sicherheitsabstand und
Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. In einem Tunnel mit
Gegenverkehr immer am rechten Fahrbahnrand orientieren und niemals
über die Mittellinie fahren. Auch wenden oder rückwärts fahren sollte
in jedem Fall unterlassen werden.

* Anhalten sollte man im Tunnel nur in Notfällen. Kommt es zu einer
Panne, möglichst versuchen, die nächste Pannenbucht zu erreichen. Ist
das nicht mehr möglich, stellt man das Fahrzeug am besten so nahe wie
möglich an den rechten Fahrbahnrand. In jedem Fall: Warnblinker
einschalten, Motor abstellen, Rettungskräfte informieren und im
Fahrzeug oder in der Pannenbucht auf Hilfe warten. Wer das Fahrzeug
verlässt, sollte das nur mit Warnweste tun.

* Ähnlich sollte man reagieren, wenn man zu einem Unfall kommt.
Warnblinker einschalten, Fahrzeug sicher abstellen, Motor
ausschalten. Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern und
Rettungskräfte informieren, verletzten Personen helfen.

ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus Schneider rät: "Wer zur
Verständigung von Rettungskräften eines der Notruftelefone im Tunnel
anstatt des Handys verwendet, erleichtert ihnen die Lokalisierung im
Tunnel." An gekennzeichneten Notrufstationen findet man außerdem eine
manuelle Brandmeldetaste sowie zwei Feuerlöscher.

* "Kommt es im Tunnel zur Staubildung, Rettungsgasse bilden nicht
vergessen", erinnert der ÖAMTC-Experte. Sobald man den Stau erkennt:
Warnblinkanlage einschalten, Motor abschalten und im Fahrzeug
bleiben.

Mehr Informationen rund um das Thema Tunnel findet man online unter
www.oeamtc.at/tunnel.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel