• 11.09.2014, 11:30:31
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Hundstorfer zu Gesprächen in der Schweiz: Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit als zentrale politische Aufgabe

Pensionen und Arbeitsmarkt im Mittelpunkt des Treffens mit Schweizer Amtskollegen - Personenfreizügigkeit war ebenfalls Thema

Utl.: Pensionen und Arbeitsmarkt im Mittelpunkt des Treffens mit
Schweizer Amtskollegen - Personenfreizügigkeit war ebenfalls
Thema =

Bern/Wien (OTS/BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist heute
in Bern mit seinem Schweizer Kollegen im Beschäftigungsbereich,
Bundesrat Johann Schneider-Ammann, zusammengetroffen. Im Zentrum des
Gesprächs standen aktuelle arbeitsmarktpolitische Fragen,
insbesondere die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Jugendlicher und
Älterer. Beide Minister waren sich einig, dass die duale
Berufsausbildung in der Schweiz und Österreich ein Erfolgsmodell ist.
"Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bleibt unser zentrales
Anliegen. 2013 hat die österreichische Bundesregierung 650 Millionen
Euro für die Arbeitsmarkt- und Lehrstellenförderung junger Menschen
in die Hand genommen, diesen Weg werden wir 2014 fortsetzen,"
erläuterte Hundstorfer seinem Schweizer Kollegen die österreichischen
Anstrengungen, die Job- und Ausbildungsperspektiven junger Menschen
zu verbessern. Thema der Gespräche war auch die Personenfreizügigkeit
vor dem Hintergrund der Schweizer Volksabstimmung zur Verschärfung
der Zuwanderungsbestimmungen: Bis 2017 soll es in diesem Bereich
vorerst zu keinen Änderungen kommen.****

Hundstorfer ließ sich über die Schweizer Ansätze für die
Förderung von Beschäftigung für ältere ArbeitnehmerInnen informieren.
Am Arbeitsmarkt für Ältere weist die Schweiz mit 71,7 Prozent nach
Schweden die zweithöchste Beschäftigungsrate von älteren Menschen in
Europa auf. "Mittelfristig muss es uns auch in Österreich noch besser
gelingen, die Menschen länger im Erwerbsprozess zu halten. Dafür ist
es wichtig, dass sie gesund und leistungsfähig bleiben, aber auch,
dass die Qualifikationen sich mit den Anforderungen der Wirtschaft
weiterentwickeln. Mit dem Arbeitsmarktpaket für Ältere - das seit Mai
2014 umgesetzt wird - geben wir wichtige Impulse. Insgesamt 370
Millionen Euro werden in den kommenden drei Jahren für über 50jährige
Arbeitssuchende investiert. Damit können pro Jahr 20.000 Personen in
eine geförderte Arbeitsstelle gebracht werden".

Keine Änderungen bei der Personenfreizügigkeit bis 2017

Am Rande der Gespräche wurde außerdem festgehalten, dass die
derzeit geltenden Regeln der Schweiz zur Personenfreizügigkeit bis
2017 im bisherigen Ausmaß beibehalten werden. In der nächsten Zeit
wird sich dadurch auch für die in der Schweiz lebenden
ÖsterreicherInnen und die zahlreichen österreichischen Tagespendler
bzw. deren Arbeitgeber in die Schweiz rechtlich nichts ändern. Eine
Umsetzung neuer Zuwanderungsregelungen für die Schweiz wird nicht vor
2017 erwartet.

Austausch mit Bundesrat Alain Berset zu aktuellen
Entwicklungen im Pensionsbereich

Weiters ist Hundstorfer im Rahmen seines Besuchs in der Schweiz
auch mit seinem für den Pensionsbereich zuständigen Ministerkollegen,
Bundesrat Alain Berset, zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der
Unterredung standen hierbei die aktuellen Herausforderungen im
Pensionsbereich. Hundstorfer informierte über die Einführung des
Pensionskontos und Maßnahmen zur Anhebung des faktischen
Pensionsantrittsalters, die im Zeichen des Grundsatzes
"Rehabilitation vor Pension" stehen und berichtete über den
flächendeckenden Ausbau und die erfolgreiche Umsetzung von
"Fit2Work". Bundesrat Berset zeigte sich besonders an den
österreichischen Reformen bei den Invaliditätspensionen interessiert.
Hundstorfer: "Der Abgleich mit den Schweizer Erfahrungen zeigt, dass
wir mit unseren Maßnahmen im Pensionsbereich am richtigen Weg sind.
Seit Beginn des heurigen Jahres ist das Antrittsalter bei allen
Pensionsarten um rund 9 Monate gestiegen. Dieser Weg muss entschieden
fortgesetzt werden".

Österreichisch-Schweizerische Zusammenarbeit beim
Konsumentenschutz

Auch im Bereich des Konsumentenschutzes besteht eine intensive
Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Schweiz. Jüngste Beispiele
waren Kooperationen bei der Bekämpfung unseriöser Geschäftspraktiken
(z.B. Informationsoffensiven betreffend Werbefahrten,
Internetabzocke).(schluss)

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