• 10.09.2014, 16:19:02
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Auer: Regierung demonstriert im Sanktionskonflikt mit Russland Krisen-Awareness

Lebensmittelbranche profitiert von frischem 2,5 Millionen Euro Internationalisierungs-Geld

Utl.: Lebensmittelbranche profitiert von frischem 2,5 Millionen
Euro Internationalisierungs-Geld =

Wien, 10. September 2014 (OTS) Als Reaktion auf den
Sanktionskonflikt mit Russland und dessen Auswirkungen auf die
österreichischen Unternehmen war der heutige Regierungsgipfel im
Bundeskanzleramt auf Initiative von Vizekanzler und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner angesetzt. "Wenn 1.200
heimische Unternehmen von den Sanktionen betroffen sind, dann
erwartet man sich, dass die Regierung sich zusammensetzt und die
Lage bespricht. Unter Einbeziehung der Sozialpartner wurde diese
Erwartung heute erfüllt", betont Bauernbund-Präsident Jakob Auer.
Von der Aufstockung der Internationalisierungs-Hilfe um 2,5
Millionen Euro, die Mitterlehner betroffenen Unternehmen zukommen
lassen will, werde auch die Lebensmittelwirtschaft profitieren.
Damit habe die Regierung Verantwortung und Lösungskompetenz
gezeigt. Der Befund falle "umso positiver" aus, als dass die
Gipfelrunde keine einmalige Angelegenheit bleiben soll, sondern
regelmäßig zusammentreffen werde, so Auer. "Die Regierung hat heute
Krisen-Awarness und Problemlösungswillen unter Beweis gestellt – so
wie sich das Bürger und Unternehmen von der Politik erwarten." ****

Massiver Preisdruck am Agrarmarkt – Hilfe zwischen EU und
Regierung koordinieren

Mit den Offensiv-Mitteln können etwa neue Absatzmärkte wie
Nordafrika oder Asien aufgebaut werden. Betroffen von den
russischen Importsperren sind bekanntlich vor allem die
Landwirtschaft und die Lebensmittelwirtschaft – hauptsächlich in
den Branchen Fleisch, Milch, Käse, Obst und Gemüse. Insbesondere
die heimischen Obst- und Gemüsebauern leiden zwar nicht direkt
unter den Importsperren. Sehr wohl sind die Landwirte und Erzeuger
aber einem massiven Preisdruck am Binnenmarkt ausgesetzt.
Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat deshalb frühzeitig
auf Brüsseler Ebene Kompensationen für geschädigte Bauern aus den
Mitteln der EU-Agrarsonderhilfen angeregt.

Insgesamt 125 Millionen Euro wurden den europäischen Obst- und
Gemüsebauern bereits als Soforthilfe zugesagt. Laut Rupprechter
stehen in der EU insgesamt 700 Millionen Euro zur Verfügung –
bereitgestellt werden die Mittel erst dann, wenn große Krisen auf
den Agrarmärkten verhindert werden müssen. "Nachdem die Ukraine-
Krise ein geopolitisches Thema ist, können auch die Auswirkungen
auf die Wirtschaft nur gemeinsam mit der EU kontrolliert werden. EU
und Regierung müssen hier bestens koordiniert, möglichst gute
Alternative zum bisherigen Russland-Export aufbauen", meint
Bauernbund-Präsident Jakob Auer abschließend.

Doch die konsumpatriotische Einladung, den Bauern die Treue zu
halten, geht auch an die österreichischen Konsumentinnen und
Konsumenten: "10 Prozent mehr heimischer Konsum schafft 10.000 neue
Arbeitsplätze in Österreich. Jeder Griff zu einem österreichischen
Produkt kommt einem Produktionsauftrag für die heimische Wirtschaft
gleich, das sichert Wertschöpfung und Arbeitsplätze", erinnert Auer
anlässlich des Herbstauftaktes an die Bauernbund-Initiative
"Heimisch kaufen – Österreichische Arbeitsplätze" sichern.

Rückfragehinweis: Mag. Andrea Salzburger, Bauernbund Österreich,
Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien, www.bauernbund.at, ZVR-Zahl:
882814846, Tel.: +43 1 5058173-28, Mobil: +43 699 1810 1805, E-
Mail: a.salzburger@bauernbund.at

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