• 10.09.2014, 11:47:45
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GLOBAL 2000: 79 % wollen raschere Energiewende und sind mit Klimapolitik unzufrieden

UmweltschützerInnen fordern nach Präsentation des Stromkennzeichnungsberichtes Umdenken in den Führungsetagen der Energiekonzerne und Ausstieg aus Kohleverstromung

Utl.: UmweltschützerInnen fordern nach Präsentation des
Stromkennzeichnungsberichtes Umdenken in den Führungsetagen
der Energiekonzerne und Ausstieg aus Kohleverstromung =

Wien (OTS) - am 10. September 2014: Einer Umfrage von Klimabündnis
und "Erneuerbare Energie Österreich" zufolge sind 79 Prozent der
ÖsterreicherInnen mit der derzeitigen Klimapolitik unzufrieden und
wollen eine rasche Umsetzung der Energiewende. Johannes Wahlmüller,
Klima- und Energiesprecher der österreichischen
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, dazu: "Diese Umfrage ist ein
klares Votum für eine nachhaltige Energiezukunft in Österreich und
soll als Leitfaden für Politik und Wirtschaft verstanden werden. Denn
leider ist das notwendige Umdenken noch nicht in allen
Konzernzentralen der Energieversorger angekommen. Der ebenfalls heute
präsentierte Bericht von E-Control über die Stromkennzeichnung in
Österreich zeigt klar, dass viele Energiekonzerne Wölfe im Schafspelz
sind."

Bericht "Stromkennzeichnung in Österreich" zeigt Widersprüche

Im Jahr 2013 wurden nicht weniger als 25 neue Grünstromanbieter
registriert. Die Zahl an Ökostromanbietern ist damit österreichweit
auf 81 Lieferanten gestiegen. Was erfreulich klingt, ist aber nur
allzuoft auf einen Widerspruch zwischen der Realität und der
Stromkennzeichnung zurückzuführen. So vermeiden es manche
Energiekonzerne, ihren gesamten Strommix bei den Kunden anzugeben,
indem sie Tochtergesellschaften für jeweils sauberen Grünstrom und
fossile Energie geschaffen haben. "Der private Stromkonsument glaubt
ein Unternehmen zu unterstützen, das auf 100 Prozent grüne Energie
setzt. Gleichzeitig wird aber dreckiger, fossiler Strom über
Tochtergesellschaften an weniger umwelbewusste Kunden verkauft - ein
lukratives Geschäft, das dem Umweltschutzgedanken, dem sich die
überwältigende Mehrheit der ÖsterreicherInnen verbunden fühlt, leider
wenig bringt", so Johannes Wahlmüller weiter.

Konkret führt GLOBAL 2000 an, dass beispielsweise der Verbund mit 100
Prozent Wasserkraft wirbt, über die Tochtergesellschaft Verbund Sales
GmbH aber gleichzeitig fossile Energie und Atomenergie verkauft, weil
73 % der abgegebenen Strommenge aus dem europäischen ENTSO-E-Mix
kommen. Nach wie vor gibt es auch keinen klaren Ausstiegsplan des
Konzerns aus der Verstromung von Kohle. Auch die EVN, Co-Betreiber
des Kohle-Kraftwerks Dürnrohr, vertreibt Grünstrom über eine
Beteiligung an einer Tochtergesellschaft. Wahlmüller: "Wir brauchen
ein Umdenken in den Zentralen der Energiekonzerne, das über die
Verkaufsstrategien von grünem Strom hinausgeht. Als nächster Schritt
muss Kohle ein Ablaufdatum bekommen. Die Verbrennung von Kohle in
Österreich zur Stromerzeugung ist mit Klimaschutz und mit der
Energiewende nicht vereinbar", so Wahlmüller abschließend.

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