- 05.09.2014, 13:22:13
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HOSI Wien: Moskau-Tage in Wien für Proteste nutzen!
Wien (OTS) - "Wenn die Verantwortlichen der Stadt Wien schon keine
Probleme damit haben, ihre offiziellen Kontakte zu russischen Stellen
einfach so weiterzuführen, als wäre nichts geschehen und Russland
nicht in einem anderen europäischen Land einmarschiert, so hoffen wir
doch sehr, dass sie die von ihr mitorganisierten Moskau-Tage kommende
Woche wenigstens dazu nützen werden, ihren russischen Partnern
unmissverständlich auszurichten, dass militärische Aggression gegen
Nachbarstaaten nie wieder in Europa salonfähig werden kann", erklärt
Cécile Balbous, Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien.
"Aber selbst wenn man eine weitere Zusammenarbeit nach dem russischen
Massenmord in und über der Ukraine - Stichwort MH 17 - nicht
grundsätzlich für geschmack- und pietätlos hält, gebe es ja noch
weitere Gründe, die eine kritischere Haltung der Wiener
StadtpolitikerInnen gegenüber - auch der Stadt - Moskau rechtfertigen
würden", ergänzt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler. "Zum
Beispiel den Umstand, dass Moskaus Stadtverwaltung heuer - seit 2006
zum neunten Mal in Folge - die Abhaltung einer LSBT-Pride-Demo
untersagt hat, obwohl Russland bereits 2010 in drei Fällen deswegen
vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden
ist. Das landesweite Verbot, über Homosexualität zu informieren, hat
zu vielen persönlichen Übergriffen auf Schwule und Lesben durch den
aufgehetzten Mob geführt, und viele Behörden nehmen es zum Anlass,
die Meinungs- und Versammlungsfreiheit der LSBT-Organisationen und
ihrer AktivistInnen weiter einzuschränken."
"Die österreichische LSBT-Bewegung darf daher nicht wegschauen,
sondern muss Solidarität zeigen", betont Balbous und ruft zur
Teilnahme an friedlichen Protesten und Mahnwachen bei den
Moskau-Tagen am Michaelerplatz in Wien kommenden Montag bis Mittwoch
auf - setzen wir ein Zeichen und zeigen wir (Regenbogen-)Flagge! "Und
wir appellieren an die verantwortlichen StadträtInnen eindringlich,
ebenfalls nicht wegzuschauen und nicht einfach zur Tagesordnung
überzugehen, sondern jegliche weitere Zusammenarbeit an konkrete
Bedingungen - wie etwa Achtung des Völkerrechts und der Grund- und
Menschenrechte - zu knüpfen."
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