• 05.09.2014, 09:56:36
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ÖAMTC: Gefahrenzone Bushaltestelle

Querende Schüler - wieder erhöhte Aufmerksamkeit von Fahrzeuglenkern gefordert

Utl.: Querende Schüler - wieder erhöhte Aufmerksamkeit von
Fahrzeuglenkern gefordert =

Wien (OTS) - Für Schüler aus Wien, Niederösterreich und dem
Burgenland hat das neue Schuljahr bereits Anfang der Woche begonnen.
In Süd- und Westösterreich ist es kommenden Montag so weit. Auf den
Straßen und rund um die Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel
tummeln sich wieder vermehrt Kinder und Jugendliche, das ist
insbesondere morgens und am frühen Nachmittag zu spüren.
ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus Schneider nimmt das zum
Anlass, um an die Gefahren von und Regelungen in
Haltestellenbereichen zu erinnern. Erst am Mittwoch ereignete sich im
Burgenland ein Unfall, bei dem eine 14-jährige Schülerin nach dem
Aussteigen aus dem Bus beim Queren der Fahrbahn von einem Pkw-Lenker
übersehen und niedergestoßen wurde.

Verhaltenstipps für Fahrzeuglenker im Bushaltestellenbereich

* "An Schulbussen - erkennbar durch eine Schulbuswarntafel - darf bei
eingeschalteten gelbroten Leuchten sowie eingeschalteter
Warnblinkanlage nicht vorbeigefahren werden", erklärt Schneider. Man
muss damit rechnen, dass Personen ein- bzw. aussteigen und die Straße
queren.

* Bei normalen Linienbussen ist das Vorbeifahren zwar gestattet,
trotzdem gilt erhöhte Vorsicht im sowie volle Konzentration auf den
Haltestellenbereich. Insbesondere kurz vor Schulbeginn bzw. zu
Schulschluss muss man mit Schülern rechnen. "Ratsam ist deshalb die
Einhaltung eines erhöhten Seitenabstands, weil sich dadurch der
Einsichtsbereich vergrößert", empfiehlt der
ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte. Auch auf Personen, die zum Bus oder
zur Straßenbahn eilen, muss man Acht geben.

* Bei Kindern gilt der Vertrauensgrundsatz nicht. Das bedeutet, als
Fahrzeuglenker muss man etwaige "Verhaltensfehler" von Kindern
ausgleichen. Außerdem gilt der "unsichtbare Schutzweg". "Sobald ein
Fahrzeuglenker die Querungsabsicht eines Kindes erkennt, muss er ihm
das gefahrlose Queren ermöglichen", so der ÖAMTC-Experte. Dazu das
Tempo reduzieren, zum Kind Augenkontakt herstellen und
unmissverständliche Handzeichen geben.

Gemeinden für adäquate Infrastruktur verantwortlich

In der Pflicht sieht ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus
Schneider aber nicht nur Fahrzeuglenker, sondern auch die Gemeinden,
die für die Instandhaltung von Haltestellen verantwortlich sind. "Gut
einsehbare Querungsstellen im Bereich von Haltestellen sind wichtig",
sagt der ÖAMTC-Experte. "Augenmerk sollte außerdem auf eine
ausreichende Beleuchtung von Haltestellen und speziell der
Querungsstellen gelegt werden." Außerdem fordert Schneider die
Gemeinden auf, für genug Aufstellfläche zu sorgen: "Keinesfalls
sollten Schüler auf der Fahrbahn stehen müssen und Fußgängern muss es
problemlos möglich sein, die Haltestelle zu passieren."

Tipps, wie Eltern ihre Kinder auf den Schulweg vorbereiten können,
gibt es online unter www.oeamtc.at/kinder.

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