ÖAMTC: Gefahrenzone Bushaltestelle

Querende Schüler - wieder erhöhte Aufmerksamkeit von Fahrzeuglenkern gefordert

Wien (OTS) - Für Schüler aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland hat das neue Schuljahr bereits Anfang der Woche begonnen. In Süd- und Westösterreich ist es kommenden Montag so weit. Auf den Straßen und rund um die Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel tummeln sich wieder vermehrt Kinder und Jugendliche, das ist insbesondere morgens und am frühen Nachmittag zu spüren. ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus Schneider nimmt das zum Anlass, um an die Gefahren von und Regelungen in Haltestellenbereichen zu erinnern. Erst am Mittwoch ereignete sich im Burgenland ein Unfall, bei dem eine 14-jährige Schülerin nach dem Aussteigen aus dem Bus beim Queren der Fahrbahn von einem Pkw-Lenker übersehen und niedergestoßen wurde.

Verhaltenstipps für Fahrzeuglenker im Bushaltestellenbereich

* "An Schulbussen - erkennbar durch eine Schulbuswarntafel - darf bei eingeschalteten gelbroten Leuchten sowie eingeschalteter Warnblinkanlage nicht vorbeigefahren werden", erklärt Schneider. Man muss damit rechnen, dass Personen ein- bzw. aussteigen und die Straße queren.

* Bei normalen Linienbussen ist das Vorbeifahren zwar gestattet, trotzdem gilt erhöhte Vorsicht im sowie volle Konzentration auf den Haltestellenbereich. Insbesondere kurz vor Schulbeginn bzw. zu Schulschluss muss man mit Schülern rechnen. "Ratsam ist deshalb die Einhaltung eines erhöhten Seitenabstands, weil sich dadurch der Einsichtsbereich vergrößert", empfiehlt der ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte. Auch auf Personen, die zum Bus oder zur Straßenbahn eilen, muss man Acht geben.

* Bei Kindern gilt der Vertrauensgrundsatz nicht. Das bedeutet, als Fahrzeuglenker muss man etwaige "Verhaltensfehler" von Kindern ausgleichen. Außerdem gilt der "unsichtbare Schutzweg". "Sobald ein Fahrzeuglenker die Querungsabsicht eines Kindes erkennt, muss er ihm das gefahrlose Queren ermöglichen", so der ÖAMTC-Experte. Dazu das Tempo reduzieren, zum Kind Augenkontakt herstellen und unmissverständliche Handzeichen geben.

Gemeinden für adäquate Infrastruktur verantwortlich

In der Pflicht sieht ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus Schneider aber nicht nur Fahrzeuglenker, sondern auch die Gemeinden, die für die Instandhaltung von Haltestellen verantwortlich sind. "Gut einsehbare Querungsstellen im Bereich von Haltestellen sind wichtig", sagt der ÖAMTC-Experte. "Augenmerk sollte außerdem auf eine ausreichende Beleuchtung von Haltestellen und speziell der Querungsstellen gelegt werden." Außerdem fordert Schneider die Gemeinden auf, für genug Aufstellfläche zu sorgen: "Keinesfalls sollten Schüler auf der Fahrbahn stehen müssen und Fußgängern muss es problemlos möglich sein, die Haltestelle zu passieren."

Tipps, wie Eltern ihre Kinder auf den Schulweg vorbereiten können, gibt es online unter www.oeamtc.at/kinder.

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