- 05.09.2014, 08:49:21
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Wie betrifft österreichische Unternehmen das Thema Menschenrechte?
Praxisbeispiele im Rahmen eines respACT-Unternehmerforums präsentiert

Utl.: Praxisbeispiele im Rahmen eines respACT-Unternehmerforums
präsentiert =
Wien (OTS) - Zahlreiche VertreterInnen aus namhaften Unternehmen,
aber auch NGOs und dem öffentlichen Sektor tauschten sich am 4.
September im Rahmen des respACT-Unternehmerforums "Menschenrechte im
Unternehmenskontext" aus. Die Sensibilisierung für
Menschenrechtsfragen im betrieblichen Kontext und das Aufzeigen von
Handlungsmöglichkeiten lag im Fokus der von respACT - Österreichs
Unternehmensplattform für Corporate Social Responsibility (CSR) -
organisierten Veranstaltung.
Relevanz nimmt stetig zu
Florian Schönberger, Vertreter des österreichischen Nationalen
Kontaktpunktes für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft,
betonte bei der Begrüßung die steigende Relevanz des Themas
Menschenrechte für österreichische Unternehmen aller Größen.
Ende Juni stimmte der UN-Menschenrechtsrat dafür, verbindliche Regeln
für transnationale Unternehmen zu erarbeiten - ein Anzeichen dafür,
dass der Beitrag von Unternehmen zur Wahrung der Menschenrechte immer
stärker in den Fokus rückt. Welche Vorteile eine proaktive
Herangehensweise dem Unternehmen bringt, weiß auch Richard Bachinger,
Community Relations Manager der OMV AG, der die Strategie des
Mineralölkonzerns präsentierte: "Der Schutz der Menschenrechte ist
von besonderer Bedeutung für unsere Wachstumsstrategie. Wir stellen
sicher, dass die Menschenrechte in unserem Einflussbereich in allen
Ländern, in denen wir bereits tätig sind, geachtet und erfüllt
werden. Wir wollen aber auch in jenen Ländern ein systematisches
Management der Menschenrechte ermöglichen, in denen wir in Zukunft
tätig werden könnten." Weiters erfuhren die TeilnehmerInnen von
Sandra Kolleth, Geschäftsführerin von Xerox Österreich, über deren
Maßnahmen im Bereich Antidiskriminierung.
Gute Gründe für strategische Herangehensweise
Unternehmen haben erkannt, dass sie Risiken und Chancen mithilfe
einer Menschenrechtstrategie besser erkennen können, um langfristig
zur Achtung der Menschenrechte beizutragen. Außerdem hilft sie ihnen,
interne Managementkapazitäten aufzubauen und unternehmerischen
Anspruchsgruppen (Stakeholdern) zu zeigen, dass ihre
Selbstverpflichtung zur Förderung der Menschenrechte ernst gemeint
ist. Dabei können Unternehmen auf zahlreiche Instrumente
zurückgreifen, die ihnen helfen, sich mit der Thematik vertraut zu
machen und praktische Maßnahmen zu setzen. Die OECD-Leitsätze für
multinationale Unternehmen propagieren einen vorsorgenden Zugang,
sodass Menschenrechtsverletzungen und damit verbundene negative
Konsequenzen vermieden werden können. Für Unternehmen ist die
Auseinandersetzung mit dem Thema Menschenrechte nicht nur im
Auslandsgeschäft, sondern auch im Rahmen internationaler Lieferketten
von großer Bedeutung.
"Die Wahrung der Grundrechte in seinem Einflussbereich ist die
Verantwortung eines jeden Einzelnen. Unternehmen müssen die
Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Gesellschaft
berücksichtigen, allen Formen der Diskriminierung und Belästigung
vorbeugen und personenbezogene Daten schützen", so Morten Kjaerum,
Gastgeber und Direktor der Agentur der Europäischen Union für
Grundrechte (FRA). "Die Grundrechteagentur der EU sieht Unternehmen
als Partner zum Schutz dieser Rechte an - wir sind überzeugt, dass
dies letztendlich eine bessere Art zu Wirtschaften bedeutet."
Über respACT:
respACT - austrian business council for sustainable development ist
Österreichs führende Unternehmensplattform zu Corporate Social
Responsibility (CSR) und Nachhaltiger Entwicklung. Der Verein
unterstützt die Mitgliedsunternehmen dabei, ökologische und soziale
Ziele ökonomisch und eigenverantwortlich zu erreichen. Derzeit zählt
der Verein rund 260 Mitgliedsunternehmen. www.respact.at
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