- 04.09.2014, 10:18:38
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Ja, das Schreiben und das Lesen ist nie mein Fach gewesen ...
Am 8. September ist Weltalphabetisierungstag.
Utl.: Am 8. September ist Weltalphabetisierungstag. =
Wien (OTS) - In der von der OECD veröffentlichten PIAAC Studie ging
hervor, dass 960.000 Menschen in Österreich nicht in ausreichendem
Maße Lesen und Schreiben können.
Orientierte man sich vor kurzem noch Schätzungen, die rund 600.000
Menschen mit Lese- und Schreibschwächen in Österreich annahmen, so
waren die im Vorjahr veröffentlichten Zahlen in der von der OECD
beauftragten PIAAC Studie mehr als alarmierend. 960.000 Menschen in
Österreich haben Schwierigkeiten beim Schreiben und beim Lesen.
Untersucht wurden bei der Zielgruppe der 16-65 Jährigen drei
Schlüsselkompetenzen, die als Basis für den Erwerb weiterer
Kompetenzen, das Bestehen am Arbeitsmarkt und für die Teilnahme am
gesellschaftlichen Alltagsleben maßgeblich sind. Dabei schnitt
Österreich bei der "Problemlösekompetenz im Kontext neuer
Technologien" durchschnittlich ab, erreichte bei
"alltagsmathematischen Kompetenzen" überdurchschnittliche Werte, bei
der Lesekompetenz hingegen lagen die Werte sogar unter dem OECD
Durchschnitt.
Will man die Ergebnisse verbessern, so ist dies ein klarer Auftrag
für eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem Buch und der
Lesekompetenz - insbesondere dem sinnerfassenden Lesen. Reizt die
elektronische Welt zwar mit ihrem Schick, so präsentiert sich in
unterschiedlichen Studien, dass Lernen unter der Zuhilfenahme
elektronischer Mittel nicht die gleichen Erfolge hervorbringt, wie
der herkömmliche Weg. Die an der Universität Stavanger in Norwegen
von Anne Mangen durchgeführte Studie zeigte, dass beim Lesen von
Texten am Bildschirm weniger hängen bleibt, als beim Lesen von
gedruckten Büchern. Grund dafür sei eine abstraktere Leseerfahrung
auf elektronischen Geräten. Ähnliche Ergebnisse wurden 2011
publiziert, wo hervorging, dass wer von Hand schreibt, auch leichter
lernt - das Schreiben von Hand somit andere Regionen im Gehirn
aktiviert als das Schreiben mittels Tastatur.
"Ich würde mir wünschen, dass es ein gemeinsames Vorgehen der
Buchbranche und der Medien gäbe, um Hand in Hand eine Verbesserung
der Lesefertigkeit und Lesekompetenz zu bewirken", so Prof. Michael
Kernstock (Obmann des Fachverbands der Buch- und Medienwirtschaft).
Dabei wäre bereits das Vorlesen maßgeblich, um schon im
Kleinkindesalter die richtigen Grundsteine im Zuge der
Leseentwicklung zu legen. Bespielhaft präsentierte das die im Sommer
gelaufene Plakataktion "Kinderärzte machen mobil", die an 5.000
Stellen auf die Wichtigkeit des Vorlesens hinwies. Initiator Folke
Tegetthoff postulierte bei der Pressekonferenz, dass Kinder, denen
vorgelesen wird, nicht nur ein besseres Sprachgefühl entwickeln
sondern auch bessere Sozialkontakte - "Vorlesen macht gesund!". Die
Initiative wurde vom Familienministerium begleitet.
Ob der Weltalphabetisierungstag einmal zum Valentinstag des Lesens
wird - wo man seinen Kindern ein Buch schenkt, sich zusammensetzt und
es ihnen vorliest? Gut wäre es, denn die Gesellschaft hätte es bitter
nötig..
Eine Presseaussendung vom Verein Schulbuch in Kooperation mit dem
Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft www.buchwirtschaft.at
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