• 01.09.2014, 18:57:15
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Kurz: "Die internationale Gemeinschaft darf nicht tatenlos zusehen"

UNO-Menschenrechtsrat verurteilt Menschenrechtsverletzungen im Irak auf das Schärfste

Utl.: UNO-Menschenrechtsrat verurteilt Menschenrechtsverletzungen im
Irak auf das Schärfste =

Wien (OTS) - "Die Brutalität, mit der die Kämpfe im Irak geführt
werden, und die daraus resultierende Flüchtlingsflut erschüttern mich
zutiefst. Die derzeitige Situation im Irak führt drastisch vor Augen,
wie wichtig es ist, Zivilisten und insbesondere Frauen und Kinder in
bewaffneten Konflikten vor derartigen Gewalttaten zu schützen", so
Bundesminister Sebastian Kurz anlässlich der heutigen Abhaltung einer
mit Unterstützung der EU einberufenen dringlichen Sondersitzung des
UNO-Menschenrechtsrats in Genf zur Menschenrechtssituation im Irak.

In der heute im Konsens angenommenen Resolution verurteilte der
UNO-Menschenrechtsrat insbesondere die Gräueltaten der Gruppe
"Islamischer Staat" (IS) auf das Schärfste. "Die Anzahl schwerer
Menschenrechtsverletzungen, die durch die Konfliktparteien begangen
werden, steigt täglich. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen. Ich
begrüße daher, dass die internationale Gemeinschaft in dieser Frage
endlich mit einer Stimme spricht", so Kurz. Wie von Österreich
gefordert, wurden insbesondere die Attacken gegen Christen, Jesiden
und Angehörige anderer religiöser Minderheiten und die daraus
resultierende Vertreibung hunderttausender Personen, darunter viele
Frauen und Kinder, klar in der Resolution angesprochen.

Aufgrund der sich drastisch verschlechternden humanitären Lage im
Nordirak hat Österreich bereits Mitte August eine Million Euro aus
dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung gestellt, durch die im
Wege des UN-Flüchtlingshochkommissariats rasch den Flüchtlingen mit
dem Nötigsten geholfen wird. Weiters wurden vom Bundesheer
Hilfspakete des Roten Kreuzes für 100.000 Personen im Wert von
150.000 Euro in den Irak gebracht, finanziert durch die Austrian
Development Agency, die mit dem BMEIA gemeinsam für die Planung und
Abwicklung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
verantwortlich ist.

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