KünstlerInnen stellen klar: Wir wollen die Festplattenabgabe!

Wien (OTS) - Ein modernes Urheberrecht muss her - da sind sich alle an der Diskussion Beteiligten einig. Seit Jahren fordern Künstlerinnen und Künstler und VertreterInnen des österreichischen Kulturbetriebs eine Anpassung der bestehenden Festplattenabgabe an neue Technologien und verändertes Nutzungsverhalten. Die Festplattenabgabe ist ein bewährtes System, das die Existenz vieler KünstlerInnen nachhaltig sichert. Dass einzelne PolitikerInnen sich jetzt einerseits sorgen, dass nur wenige von der Abgabe profitieren und eine Festplattenabgabe den KünstlerInnen nichts bringen würde (Die Grünen), bzw. alte, rechtlich fragwürdige Modelle aus dem Hut zaubern (Die NEOS), bildet einen weiteren skurrilen Höhepunkt in der Diskussion.

Gerhard Ruiss, Initiator von "Kunst hat Recht", stellt klar:

"KünstlerInnen fordern seit langem eine Entscheidung für die Festplattenabgabe. Und wir sprechen nicht von einigen wenigen KollegInnen - in einem einzigartigen Zusammenschluss haben sich 174 der prominentesten österreichischen Künstlerinnen und Künstler im Juni im Rahmen eines Offenen Briefes an die zuständigen Minister Ostermayer und Brandstetter gewandt, um die Bedeutung einer Festplattenabgabe für die Kulturszene zu unterstreichen. Viele weitere VertreterInnen des österreichischen Kulturbetriebs sprechen und sprachen sich laufend für eine rasche Entscheidung aus. Es ist sehr nobel von Herrn Zinggl, sich um die Kunstschaffenden zu sorgen. Aber gleichzeitig das einzig sinnvolle und praktikable Modell in Frage zu stellen, ohne einen Lösungsvorschlag anzubieten, wundert uns sehr!"

Zum heute präsentierten Vorschlag der NEOS der Direktvergütung, äußert sich Michael Kreihsl im Namen von Kunst hat Recht: "Das von den NEOS präsentierte Konzept ist sicher gut gemeint. Aber erstens würde dieses Modell nicht diejenigen treffen, die kopieren, sondern alle Käufer. Und ob die Verteuerung von Kunstwerken - also Büchern, Filmen etc. sinnvoll ist, sei dahingestellt ... Außerdem sind Leistungen wie der für die KünstlerInnen bedeutende SKE-Fonds nicht vorgesehen! Das Modell würde eine Verschlechterung für die heimischen Kulturschaffenden bedeuten und zudem alle KonsumentInnen durch Verteuerungen treffen."

Die Initiative Kunst hat Recht fordert im Namen aller rund 2.700 Mitglieder, nicht noch mehr Phantasiemodelle ins Spiel zu bringen, sondern Nägel mit Köpfen zu machen: "Jetzt muss endlich Schluss sein mit populistischen Kampagnen, gezielten Fehlinformationen und dem Präsentieren sinnloser Modelle als Alternativen zur Festplattenabgabe! Die Festplattenabgabe hat sich bewährt und kann schnell umgesetzt werden. Sicher wird die Zukunft neue Lösungen bringen, jetzt geht es aber um eine Soforthilfe!", schließt Peter Legat.

"Kunst hat Recht." Initiative für das Recht auf geistiges Eigentum In der Initiative "Kunst hat Recht." haben sich etwa 2.700 Musikschaffende, AutorInnen, Filmschaffende, bildende KünstlerInnen und FotografInnen zusammengeschlossen, um auf den massiven Einkommensverlust durch die Missachtung des Urheberrechts im Internet aufmerksam zu machen.

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