• 27.08.2014, 13:32:16
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14. mc-Europafrühstück in Alpbach mit BM a.D. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5635
mc-Europafrühstück in Alpbach Alpbach - Statt dem erkrankten
Außenminister Sebastian Kurz diskutierte am 27. August 2014 beim 14.
Europafrühstück des management club in Alpbach Abg.z.NR und BM aD
Karlheinz Töchterle unter der Moderation von Gustav Dressler
(Generali Gruppe) mit mc-Mitgliedern und Gästen über den Stand der
Wissenschaft in Österreich.

Alpbach (OTS) - Das alljährliche mc-Europafrühstück im Rahmen des
Europäischen Forum Alpbach fand heuer am 27. August 2014 mit
zahlreichen Besuchern im Böglerhof statt. Außenminister Sebastian
Kurz, der als Hauptreferent angekündigt war, musste leider
kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Dankenswerterweise erklärte
sich Karlheinz Töchterle bereit, seine Ideen für eine moderne
Hochschul- und Wissenschaftspolitik mit den interessierten Gästen zu
teilen.

Das von Dr. Gustav Dressler, Vorstand der 3 Banken-Generali
Investment GmbH, pointiert moderierte mc-Europafrühstück brachte
einige interessante Aspekte der aktuellen Hochschuldebatte ans Licht.
Töchterle verwies darauf, dass die Studierendenzahlen mit rund
300.000 Studenten in Österreich höher als in einigen Nachbarländern
sind, die Finanzierung jedoch meist niedriger ist. Hier hat es
allerdings eine Verbesserung durch die Hochschulmilliarde gegeben -
ein weiterer wichtiger Schritt sei die Studienplatzfinanzierung in
einigen Studienbereichen gewesen. Leider wird diese Richtung von der
aktuellen Regierung nicht weiterverfolgt. Töchterle sprach sich ganz
grundsätzlich dafür aus, anstelle von diversen Transferleistungen an
Studierende Bildungsschecks auszustellen.

Der ehemalige Wissenschaftsminister verteidigte auch die eher
mittelmäßigen Platzierungen österreichischer Universitäten in
internationalen Rankings. Diese Rankings würden sich oft an
quantitativen Kriterien orientieren und würden die tatsächliche
Qualität und die wissenschaftliche Leistung von Universitäten und
Instituten nur bedingt widerspiegeln.

Töchterle argumentierte, dass er grundsätzlich einen freien
Hochschulzugang befürworte, es allerdings aus seiner Sicht nicht
sinnvoll sei, jedem zwar die Möglichkeit einzuräumen, alles studieren
zu können, aber sich nicht darum zu kümmern, wie die Situation
innerhalb der Universitäten dann tatsächlich aussieht. Ganz allgemein
ist er der Überzeugung, dass man handwerkliche Berufe wieder mehr
aufwerten muss. "Man muss vom Denken wegkommen, dass ein gelungenes
Leben notwendigerweise eine akademische Ausbildung braucht." so
Töchterle.

Auf die Frage nach einem gewissen "Brain Drain" in Richtung Ausland
meinte Töchterle, dass insbesondere gut ausgebildete Menschen mobiler
seien und es nicht nur eine Abwanderung, sondern in vielen Bereichen
auch eine Zuwanderung gäbe, d.h. einen "Brain Gain" in Richtung
Österreich.

Eher unrealistisch schätzte Karlheinz Töchterle seinen Vorschlag ein,
ein Studium mit nur einer großen Gesamtprüfung am Ende zu
absolvieren, um während der Studienzeit flexibler zu sein. "Studenten
tendieren eher dazu, während dem Studium Prüfungen zu sammeln." meint
Töchterle.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5635

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