KONSUMENT: FAQ - Finanzielle Absicherung bei Berufsunfähigkeit

Wien (OTS/VKI) - Ein schwerer Unfall, eine Herzerkrankung oder Depressionen - es gibt Vieles, was einen Menschen im Lauf eines langen Berufslebens aus der Bahn werfen kann. Die aktuelle Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT beantwortet häufig gestellte Fragen und erklärt, wie man sich für den Ernstfall finanziell absichern kann. Weitere Informationen gibt es online unter www.konsument.at.

Was leistet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?

Private Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit sollen die Lücke zwischen den staatlichen Versicherungsleistungen und dem tatsächlichen Geldbedarf decken - und zwar so lange, bis der Versicherte Anspruch auf eine Alterspension hat. Billig ist die Versicherung in der Regel nicht, besonders hohe Prämien fallen jedoch für Berufsgruppen mit überdurchschnittlichem Unfall- oder Erkrankungsrisiko an. Auch wer spät einsteigt, muss mit hohen Prämien rechnen. Laut dem deutschen Bund der Versicherten ist ein Vertragsabschluss mit 40 Jahren rund 40 Prozent teurer als ein Vertragsabschluss mit 30.

Für wen sind selbstständige Berufsunfähigkeits-Produkte geeignet?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in all jenen Situationen sinnvoll, in denen das Leben durch eine plötzliche Arbeitsunfähigkeit existenziell bedroht würde. Insbesondere dann, wenn auch Partner oder Partnerin bzw. Kinder davon betroffen sind. Wer eine Familie zu versorgen hat, sollte sich in jedem Fall überlegen, wie er im Fall einer Berufsunfähigkeit finanziell zurechtkäme. Welche Kosten müssen monatlich gedeckt werden? Welche Kosten würden wegfallen (z.B. bei Pendlern das Zweitauto)? Wie realistisch wäre ein Wechsel in günstigere Wohnräume usw.?

Gibt es noch andere Möglichkeiten, sich abzusichern?

Es gibt mehrere private Versicherungen mit Leistungen für den Fall, dass man nicht mehr wie gewohnt arbeiten kann. Sie decken unterschiedliche Risiken oder nur Teilbereiche der Arbeitsunfähigkeit ab:

  • Private Unfallversicherung: Leistet nach Freizeitunfällen, nicht aber bei Krankheiten.
  • Private Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Leistet nur dann, wenn überhaupt kein Beruf mehr ausgeübt werden kann. Eine Erwerbsunfähigkeit tritt viel seltener ein als eine Berufsunfähigkeit, denn in vielen Fällen kann eine Tätigkeit ausgeübt werden, die körperlich weniger belastend ist.
  • Dread-Disease-Lebensversicherung: Hierbei handelt es sich um eine spezielle Er- und Ablebensversicherung, die bei Nachweis einer schweren (im Vertrag genannten) Erkrankung eine Einmalzahlung leistet.
  • Grundfähigkeitsversicherung: Eine monatliche Rente, wenn bestimmte Fähigkeiten wie sehen oder hören nicht mehr gegeben sind oder wenn z.B. das Treppensteigen nicht mehr bewältigt werden kann. Psychische Erkrankungen sind allerdings ausgenommen.

Auf welche staatlichen Leistungen habe ich Anspruch?

Von staatlicher Seite wird für den Fall der Berufsunfähigkeit mit einer Invaliditätspension (für Arbeiter), Berufsunfähigkeitspension (für Angestellte) oder Erwerbsunfähigkeitspension (für Selbstständige) vorgesorgt. Sie zahlt bis zum Erreichen der Alterspension eine monatliche Rente, die im Durchschnitt bei rund 1.000 Euro liegt. Bei befristeter Arbeitsunfähigkeit wird ein Rehabilitations- oder Umschulungsgeld bezahlt. Die Beurteilung erfolgt durch ein ärztliches Gutachten. Bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten leistet darüber hinaus auch die gesetzliche Unfallversicherung.

SERVICE: Weitere Informationen zum Thema Berufsunfähigkeit gibt es online unter www.konsument.at sowie in der aktuellen Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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