- 26.08.2014, 11:03:49
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Aus der Traum vom schnellen Geld
AKNÖ warnt vor Finanzsanierungsangebot
Utl.: AKNÖ warnt vor Finanzsanierungsangebot =
Wien (OTS) - Astra-Finanz wirbt damit, KonsumentInnen in ihrer
persönlichen Finanzsituation zu helfen. Die Website erweckt den
Eindruck, dass man online einen Kredit erhalten könne. Von der
Astra-Finanz kommt allerdings kein Geld. Sie leiten die persönlichen
Daten nur an Partnergesellschaften weiter. Diese sollen dann
Gespräche mit den jeweiligen Gläubigern der Kreditsuchenden über eine
mögliche Schuldenerleichterung führen. Bevor aber überhaupt
irgendetwas passiert, ist eine saftige Vermittlungsgebühr fällig.
Herr B. aus Gänserndorf steckt bis zum Hals in Schulden. Er wendet
sich im guten Glauben an Astra-Finanz und hofft auf eine
Kreditzusage. Auf der professionell aufgebauten Website bietet das
Unternehmen an, die aktuelle Schuldsumme in einen Kreditrechner
einzugeben und sich so anhand der gewünschten Laufzeit eine
Monatsrate errechnen zu lassen. Es gibt auch Auswahlmöglichkeiten und
Erklärungen über die unterschiedlichsten Kreditvarianten. Zum Schluss
kann ein Onlineantrag gestellt werden, in dem man die persönlichen
Daten eingeben muss. Was dann allerdings per Post zugestellt wird,
ist ein Vertrag über eine gewerbliche Schuldensanierung, hier
Finanzsanierung genannt, der bei Abschluss mit mehr als 500 Euro an
Aufwandsersatz zu bezahlen ist.
Abzocke mit Finanzsanierung wieder im Kommen
"Die Geldkeilerei mit Finanzsanierungen ist nichts Neues mehr,
allerdings häufen sich die Anfragen besorgter KonsumentInnen speziell
über die Firma Astra-Finanz, die eine österreichische Postadresse
angibt. Tritt man dann von dem unerwünschten Antrag auf
Finanzsanierung per Einschreibebrief zurück, kommt das Kuvert mit dem
Vermerk "unbekannt" retour. Wir können KonsumentInnen nur raten, sich
von Finanzsanierungsgesellschaften wie Astra-Finanz fern zu halten.
Hier bekommt man kein Geld, sondern muss noch für eine Dienstleistung
bezahlen, die von anerkannten Schuldnerberatungsstellen kostenlos
angeboten wird. Dass jemand, der ohnehin schon verschuldet ist, auch
noch eine Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühr aufbringen soll, ist
absurd", sagt Ernst Hafrank von der AKNÖ-Konsumentenberatung. Viele
KonsumentInnen verstehen unter dem Begriff Finanzsanierung die
Vermittlung eines Kredites und unterschreiben daher die ihnen
zugesendeten Verträge leichtfertig. "Einen klaren Hinweis über die
wirkliche Tätigkeit solcher Gesellschaften findet man nur, wenn man
sich die AGBs durchliest, was KonsumentInnen aber in den seltensten
Fällen machen", so Hafrank.
Schuldnerberatung hilft
"Viele dieser Gesellschaften treten als Britische Limited (ltd.) auf.
Hierbei handelt es sich um eine Gesellschaftsform ohne erwähnenswerte
finanzielle Einlage. Es geht nur darum, sich von jeglicher Haftung
und Rückgriffsansprüchen frei zu zeichnen", erklärt der AKNÖ-Experte.
Er rät Menschen mit Geldproblemen, sich an eine bevorrechtete
österreichische Schuldnerberatungsstelle zu wenden.
Eine Liste dieser dubiosen Unternehmen gibt es auf:
noe.arbeiterkammer.at/konsumentenschutz.
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