Aus der Traum vom schnellen Geld

AKNÖ warnt vor Finanzsanierungsangebot

Wien (OTS) - Astra-Finanz wirbt damit, KonsumentInnen in ihrer persönlichen Finanzsituation zu helfen. Die Website erweckt den Eindruck, dass man online einen Kredit erhalten könne. Von der Astra-Finanz kommt allerdings kein Geld. Sie leiten die persönlichen Daten nur an Partnergesellschaften weiter. Diese sollen dann Gespräche mit den jeweiligen Gläubigern der Kreditsuchenden über eine mögliche Schuldenerleichterung führen. Bevor aber überhaupt irgendetwas passiert, ist eine saftige Vermittlungsgebühr fällig.

Herr B. aus Gänserndorf steckt bis zum Hals in Schulden. Er wendet sich im guten Glauben an Astra-Finanz und hofft auf eine Kreditzusage. Auf der professionell aufgebauten Website bietet das Unternehmen an, die aktuelle Schuldsumme in einen Kreditrechner einzugeben und sich so anhand der gewünschten Laufzeit eine Monatsrate errechnen zu lassen. Es gibt auch Auswahlmöglichkeiten und Erklärungen über die unterschiedlichsten Kreditvarianten. Zum Schluss kann ein Onlineantrag gestellt werden, in dem man die persönlichen Daten eingeben muss. Was dann allerdings per Post zugestellt wird, ist ein Vertrag über eine gewerbliche Schuldensanierung, hier Finanzsanierung genannt, der bei Abschluss mit mehr als 500 Euro an Aufwandsersatz zu bezahlen ist.

Abzocke mit Finanzsanierung wieder im Kommen

"Die Geldkeilerei mit Finanzsanierungen ist nichts Neues mehr, allerdings häufen sich die Anfragen besorgter KonsumentInnen speziell über die Firma Astra-Finanz, die eine österreichische Postadresse angibt. Tritt man dann von dem unerwünschten Antrag auf Finanzsanierung per Einschreibebrief zurück, kommt das Kuvert mit dem Vermerk "unbekannt" retour. Wir können KonsumentInnen nur raten, sich von Finanzsanierungsgesellschaften wie Astra-Finanz fern zu halten. Hier bekommt man kein Geld, sondern muss noch für eine Dienstleistung bezahlen, die von anerkannten Schuldnerberatungsstellen kostenlos angeboten wird. Dass jemand, der ohnehin schon verschuldet ist, auch noch eine Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühr aufbringen soll, ist absurd", sagt Ernst Hafrank von der AKNÖ-Konsumentenberatung. Viele KonsumentInnen verstehen unter dem Begriff Finanzsanierung die Vermittlung eines Kredites und unterschreiben daher die ihnen zugesendeten Verträge leichtfertig. "Einen klaren Hinweis über die wirkliche Tätigkeit solcher Gesellschaften findet man nur, wenn man sich die AGBs durchliest, was KonsumentInnen aber in den seltensten Fällen machen", so Hafrank.

Schuldnerberatung hilft

"Viele dieser Gesellschaften treten als Britische Limited (ltd.) auf. Hierbei handelt es sich um eine Gesellschaftsform ohne erwähnenswerte finanzielle Einlage. Es geht nur darum, sich von jeglicher Haftung und Rückgriffsansprüchen frei zu zeichnen", erklärt der AKNÖ-Experte. Er rät Menschen mit Geldproblemen, sich an eine bevorrechtete österreichische Schuldnerberatungsstelle zu wenden.

Eine Liste dieser dubiosen Unternehmen gibt es auf:
noe.arbeiterkammer.at/konsumentenschutz.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Konsumentenberatung, Ernst Hafrank, 05 7171-1310

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