• 22.08.2014, 11:58:23
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AMS-Gründerprogramm schuf im Vorjahr über 5.000 neue Unternehmen

Überlebensquote mit 64 Prozent nach fünf Jahren ist überdurchschnittlich - Rund 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze in den letzten acht Jahren

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5767 Im Bild
v.l.n.r. Dipl.Ing.Arch. Andreas Rainer, Yogainstitut Freiraum,
Thomas Dölzl, Möbelbörse, Mag. Katharina Rainer-Trawöger,
Yogainstitut Freiraum, Dr. Johannes Kopf, Vorstand des
Arbeitsmarktservice Österreich, Dan Vainberg, Gründer Brot Cuisine,
Dr. Harald Knill, New Academic Press, Markus Barth, GF Brot Cuisine
und Walter Steinbauer, Möbelbörse

Utl.: Überlebensquote mit 64 Prozent nach fünf Jahren ist
überdurchschnittlich - Rund 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze
in den letzten acht Jahren =

Wien (OTS) - Mit dem Unternehmensgründungsprogramm unterstützt das
Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslose Personen bei der Neugründung
existenzfähiger Betriebe und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Das
Programm, das seit 1998 flächendeckend in ganz Österreich angeboten
wird, ist sehr erfolgreich. Im Vorjahr wurden rund 5.100 neue
Unternehmen gegründet, seit Einführung des Gründerprogramms wurden
rund 65.000 neue Unternehmen geschaffen. "Bereits 14 Prozent aller
Neugründungen pro Jahr werden in Österreich von ehemals arbeitslosen
Personen gegründet. Das Unternehmensgründungsprogramm des AMS hat
sich somit als wesentlicher Faktor in der österreichischen
Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik etabliert", betonte Johannes
Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS) am Freitag vor
Journalisten.

Hohe Überlebensquote: 75 Prozent nach drei Jahren, 64 nach
fünf Jahren noch am Markt

Ausschlaggebend für den Erfolg des Programms sind nicht nur die
Teilnehmerzahlen, sondern vor allem die Nachhaltigkeit der
Unternehmensgründung. Das Institut L&R Sozialforschung hat im Auftrag
des Arbeitsmarktservice den arbeitsmarktpolitischen Erfolg des
Gründerprogramms evaluiert. Das Ergebnis: Die Überlebensquote von
Unternehmen, die von ehemals arbeitslosen Personen gegründet wurden,
ist sehr hoch. 75 Prozent der Unternehmen waren drei Jahre nach der
Gründung noch aktiv am Markt, nach fünf Jahren lag die
Überlebensquote bei 64 Prozent. "Die Überlebensquote der Betriebe,
die aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet wurden, ist sogar
leicht überdurchschnittlich. Laut Statistik Austria liegt die
durchschnittliche Überlebens-quote aller Gründungen nach drei Jahren
bei 74 Prozent und nach fünf Jahren bei 62 Prozent. Beides
Spitzenwerte im internationalen Vergleich", so Kopf.

Rund 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze in den letzten acht
Jahren entstanden

Neben der Nachhaltigkeit der Gründungen sind die
Beschäftigungseffekte wichtig, die von den Unternehmen erzielt
werden. In den letzten acht Jahren haben die von ehemals arbeitslosen
Personen gegründeten Betriebe insgesamt rund 30.000 zusätzliche
Arbeitsplätze geschaffen. Davon waren mehr als 16.000
Standardarbeitsplätze, 7.000 geringfügige Beschäftigungen, 4.900
Arbeitsplätze für freie Dienstnehmer/innen, 1.600 für mithelfende
Angehörige und 630 Lehrstellen. Arbeitgeber/innen waren vor allem
Betriebe in den Bereichen Gastronomie (52%), Bau (38%),
Erziehung/Unterricht (29%), Herstellung von Waren (28%) und Handel
(26%).

Typische Gründer/innen sind um die 38, haben Lehrausbildung
und Branchenerfahrung

Das Unternehmensgründungsprogramm des AMS richtet sich ausschließlich
an arbeitslose Personen, die eine konkrete Geschäftsidee haben und
den Wunsch nach Selbständigkeit äußern. 60 Prozent der Unternehmen
werden von Männern, 40 Prozent von Frauen gegründet. Typische
Gründer/innen sind im Schnitt 38 Jahre alt und haben eine Lehre oder
mittlere Schule absolviert. Drei Viertel der Gründer/innen hatten
bereits vor der Gründung direkte Branchenerfahrung. Nach Branchen
betrachtet sind 19% der Unternehmen im Handel, 18% in
freiberuflichen, wissen-schaftlichen und technischen
Dienstleistungen, 12% in sonstigen Dienstleistungen, 8% in der
Information und Kommunikation und jeweils 7% in der Gastronomie,
Sachgüterproduktion sowie im Gesundheits- und Sozialwesen tätig.

AMS finanziert Unternehmensberater, Arbeitslosengeld und
Weiterbildung

Das Unternehmensgründungsprogramm dauert sechs Monate und kann bis zu
neun Monate verlängert werden. Das AMS stellt den Gründer/innen
eine/n Unternehmensberater/in zur Seite, die/der die
Unternehmensgründung begleitet. Der Weg in die Selbständigkeit wird
dabei in vier Phasen unterteilt: Zu Beginn geht es um die
Realisierbarkeit der Geschäftsidee und um die Prüfung der
persönlichen Voraussetzungen. Dann folgt die Phase der
Gründungsvorbereitung mit dem Einstieg in das Gründungsprogramm und
der begleitenden Unternehmensberatung. Während dieser Zeit erhalten
die potenziellen Jungunternehmer Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe
vom AMS weiter ausbezahlt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,
erforderliche Qualifikationen zu erwerben. Auch die Kosten für die
Unternehmensberatung und die Weiterbildungskurse - wie beispielsweise
Buchhaltung, Marketing, Rechnungswesen, Steuerrecht etc. - trägt das
AMS. Detaillierte Informationen über die Teilnahme am
Unternehmensgründungsprogramm erhalten Arbeitslose in den
Geschäftsstellen des AMS.

Mit der Möbelbörse, dem Yogainstitut Freiraum, dem Verlag New
Academic Press und dem Unternehmen Brot Cuisine wurden die
Erfolgsgeschichten von vier Unternehmensgründer/innen vorgestellt,
die zwischen 2007 und Juli 2014 gegründet haben und seither
erfolgreich am Markt tätig sind.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5767

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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