- 22.08.2014, 10:45:35
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Pernkopf und Bures besichtigen LIFE-Projekt in der Wachau
Pernkopf: Ein Meilenstein des Natur- und Gewässerschutzes
Utl.: Pernkopf: Ein Meilenstein des Natur- und Gewässerschutzes =
St. Pölten (OTS/NLK) - Niederösterreichs Umwelt-Landesrat Dr. Stephan
Pernkopf und Infrastrukturministerin Doris Bures besichtigten vor
kurzem in der Wachau das Nebenarmsystem Schallemmersdorf, das im
Rahmen des LIFE-Projektes "Mostviertel-Wachau" wieder mit der Donau
verbunden wurde. Pernkopf betont dabei den Mehrfachnutzen dieses
Projektes: "LIFE-Projekte wie dieses sind Meilensteine des Natur- und
Gewässerschutzes. Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstanden
wieder naturnahe Lebensräume. Auch die Menschen profitieren
unmittelbar durch das bereicherte Landschaftsbild, durch attraktive
Naherholungsgebiete und - nicht zuletzt - durch positive Auswirkungen
auf die Hochwassersituation."
Das LIFE-Projekt "Mostviertel-Wachau" wurde im Jahr 2009 begonnen und
vor kurzem abgeschlossen. Bei Projektkosten von rund 6,7 Millionen
Euro wurden gewässerökologische Maßnahmen an Ybbs, Pielach und Donau
umgesetzt. Projektträger war das Land Niederösterreich, maßgebliche
Projektpartner waren das BMVIT mit via donau und der NÖ
Landesfischereiverband. Auch das nächste Projekt "Auenwildnis Wachau"
wurde bereits genehmigt.
Mit dem EU-LIFE-Programm konnten in Niederösterreich bisher 21
herausragende Natur- und Gewässerschutzprojekte finanziert werden. In
Summe wurden rund 80 Millionen Euro investiert, wobei die Europäische
Union rund 46 Prozent der Kosten übernommen hat. Pernkopf: "Damit
sind wir Spitzenreiter in Österreich und das klare Naturland Nummer
eins."
Einen Schwerpunkt bildeten Maßnahmen entlang der Donau und ihrer
wichtigsten Nebenflüsse. Ehemalige Altarme wurden wieder an den Strom
angebunden, durch Fischaufstiege bei Kraftwerken konnte die
Durchgängigkeit für Fische wieder hergestellt werden und ehemals hart
verbaute Uferabschnitte wurden in naturnahe, dynamische Uferzonen
umgewandelt. Dadurch konnte ein ökologisch wertvoller vernetzter
Gewässerlebensraum geschaffen werden, der von der freien Fließstrecke
der Wachau mit den Unterläufen von Ybbs, Pielach, Melk und Traisen
bis zum Nationalpark Donauauen reicht. Es entstand ein vernetztes
Gewässersystem, das zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wieder
naturnahe Lebensräume bietet: Fische finden wieder gut geeignete
Laichplätze, Aufenthaltsbereiche für Jungfische und
Wintereinstellplätze. Kiesbrütende Vögel wie der Flussuferläufer und
bruthöhlengrabende Vögel wie z.B. der Eisvogel können wieder
geeignete Kiesbänke bzw. Steilwände nützen.
Auch die Hochwassersituation wird durch LIFE-Projekte positiv
beeinflusst. Durch die Wiederanbindung von Nebenarmen und die
Renaturierung ehemals regulierter Flussabschnitte wird dem Wasser
wieder mehr Raum gegeben.
Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-13324, e-mail [email protected],
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