- 21.08.2014, 10:00:01
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Guter Erntejahrgang für Österreichischen Sektgrundwein erwartet
Österreichisches Sektkomitee sieht Unterstützung der Natur in der Erhaltung der Marktchancen für österreichischen Sekt trotz Schaumweinsteuer
Utl.: Österreichisches Sektkomitee sieht Unterstützung der Natur in
der Erhaltung der Marktchancen für österreichischen Sekt trotz
Schaumweinsteuer =
Wien (OTS) - Die heurige Ernteaussicht für Sektgrundwein-Trauben
verspricht, einen guten September vorausgesetzt, in ganz Österreich
einen qualitativ hochwertigen und mengenmäßig guten Jahrgang für
Österreichischen Sekt. 100% gesundes Traubenmaterial und ein
ausgewogenes Verhältnis von Zucker und Säure sind die perfekten
Voraussetzungen für einen guten Sektgrundwein und damit die Basis für
hervorragenden österreichischen Sekt. Bei weiterhin kühlen Nächten
und schönen Sommertagen wird ein optimaler Reifeverlauf feinfruchtige
Sektgrundweine heranreifen lassen. Eine gute, qualitativ hochwertige
Ernte ist für die heimischen Sektbetriebe und deren Marktchancen,
nicht zuletzt aufgrund der benachteiligenden Schaumweinsteuer,
wichtiger denn je.
"Unsere Weinbauern und Sektbetriebe erwarten, einen schönen September
vorausgesetzt, heuer einen sehr guten Jahrgang. Die Erntemenge ist zu
diesem frühen Zeitpunkt natürlich nur sehr schwierig zu schätzen,
doch kann man derzeit von einer mengenmäßig normalen bis leicht
gesteigerten Ernte ausgehen." erklärt Herbert Jagersberger,
Vorsitzender des Österreichischen Sektkomitees. "Zumindest die Natur
trägt das Ihre dazu bei, um dem Österreichischen Sekt im Kampf gegen
die Benachteiligungen durch die Schaumweinsteuer, über die Qualität
entsprechende Marktchancen zu erhalten." so Jagersberger weiter.
Weinviertel - Region Poysdorf erwartet guten Jahrgang für
Sektgrundwein
Das Vegetationsjahr war im Weinviertel - aufgrund der klimatischen
Voraussetzungen das Hauptanbaugebiet für österreichische
Sektgrundwein-Trauben - durch einen extrem trockenen Winter und ein
trockenes Frühjahr gekennzeichnet. Daraus resultierte ein früher,
dafür aber unregelmäßiger Austrieb. Bis zur Blüte war
wasserschonendes Bodenmanagement extrem wichtig, da die Niederschläge
zwar immer zum letztmöglichen Zeitpunkt kamen, aber auch immer recht
dünn ausgefallen waren.
Max Riegelhofer, vom gleichnamigen Weingut in Poysdorf, das sich auf
aufgrund der geeigneten klimatischen Bedingungen der Region auf den
Anbau von Sektgrundwein spezialisiert hat: "Die Blüte verlief sauber
und gut. Wir hatten leichte Verrieselungsschäden, die zu einer
lockeren Traubenstruktur führen, was wiederum dem Schutz vor
Krankheiten sehr dienlich ist." Der Sektgrundwein-Spezialist
Riegelhofer weiter: "Wichtig wird es sein, wirklich die
physiologische Reife der Trauben abzuwarten, damit die Säurewerte
ordentlich abgepuffert werden und die sensorische Reife für den
Sektgrundwein optimal zur Entfaltung kommt."
Durch die trockene Witterung kam es zu keinem Befall der Trauben
durch Peronospora (Pilzkrankheit, falscher Mehltau). Allerdings war
über einen langen Zeitraum mit schwülen, heißen Tagen und sehr kalten
Nächten der Oidiumdruck (Pilzkrankheit, echter Mehltau) relativ groß.
Auch in den anderen österreichischen Weinbaugebieten, wie
beispielsweise im Burgenland, im Kamptal und der Steiermark, gehen
die Sekthersteller nach einem guten Witterungsverlauf von einer Ernte
mit sehr guten Qualitäten für den heurigen österreichischen
Sektjahrgang aus.
In ganz Österreich werden rund 10 Prozent der Traubenernte für die
Verarbeitung zu Sekt verwendet.
22. Oktober - Tag des Österreichischen Sekts
Die Qualität und das Bewusstsein für die Vielfalt des
Österreichischen Sekts steht am Tag des Österreichischen Sekts im
Mittelpunkt. Alljährlich wird rund um den 22. Oktober der Start in
die Sekt-Hochsaison eingeläutet und mit unterschiedlichen Aktivitäten
in den Sektbetrieben, in der Gastronomie und im Handel gefeiert.
Heuer laden die österreichischen Sektbetriebe am 21. Oktober ins
Wiener Museumsquartier zu einer breiten Leistungsschau des
österreichischen Sekts.
Beim Thema "Österreichischer Sekt" gibt es trotz des unnötigen
Gegenwinds durch die Wiedereinführung der Sektsteuer sichtbare
Fortschritte, zum Beispiel ein neues Reglement beim SALON Österreich
Wein, das die Aufbruchsstimmung bei den Erzeugern von
österreichischem Qualitätsschaumwein deutlich unterstreicht. Das
Österreichische Sektkomitee mit seinem Ausschuss für die
Weiterentwicklung der Qualitätspyramide wird gemeinsam mit der ÖWM
und dem Österreichischen Sommelierverband die Höherpositionierung
dieser für die österreichische Weinwirtschaft so wichtigen
Produktkategorie weiter vorantreiben. Auch die Weinakademie
Österreich und die wichtigen anderen Ausbildungsstätten wie das WIFI
werden sukzessive in diese Aktivitäten eingebunden.
Über das Österreichische Sektkomitee
Mit der Gründung eines Österreichischen Sektkomitees nach dem Vorbild
der regionalen Weinkomitees hat der österreichische Sekt eine
offizielle und starke Stimme für die Anliegen der heimischen
Sekthersteller. Direkt dem nationalen Weinkomitee unterstellt können
so die Interessen, die Qualität, die Vielfalt und die Herkunft des
österreichischen Sekts besser und trotz unterschiedlicher Strukturen
- von der traditionsreichen Kellerei bis zum selbst versektenden
Winzer - geeinter vertreten werden.
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