- 21.08.2014, 09:24:15
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ÖAMTC-Vergleich digitaler Karten: 100 Prozent Genauigkeit muss das Ziel sein
Änderungen in Straßeninfrastruktur müssen tagesaktuell zur Verfügung stehen
Utl.: Änderungen in Straßeninfrastruktur müssen tagesaktuell zur
Verfügung stehen =
Wien (OTS) - Wie im Vorjahr hat der ÖAMTC auch heuer wieder digitales
Kartenmaterial für Navigationsgeräte und Handys bzw. Online-Karten
unter die Lupe genommen. Das Fazit von ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl:
"Auch wenn die Hersteller das Kartenmaterial im Vergleich zum
Vorjahrestest aktualisiert haben, werden nach wie vor viele Adressen
falsch angezeigt. Autofahrer müssen daher weiterhin damit rechnen,
ihr Ziel 'manuell' suchen oder z. B. durch Nachfragen bei
ortskundigen Personen finden zu müssen." Das kann zur Ablenkung vom
Verkehrsgeschehen und damit zu gefährlichen Situationen führen.
"Ein Navigationsgerät hat die Aufgabe, das eingegebene Ziel zu
finden und den Benutzer sicher und ohne Umwege hinzuführen. Die
Geräte selbst sind bereits auf akzeptablem Niveau - größter
Schwachpunkt ist nach wie vor das Kartenmaterial", gibt Kerbl zu
bedenken. "Weil ungenaue Karten den Fahrer nicht entlasten sondern
eher ablenken, kann nur die Erreichung höchster Genauigkeit das Ziel
sein." Der ÖAMTC-Experte sieht die Hersteller in der Pflicht, die
Karten praktisch tagesaktuell auf den neuesten Stand zu bringen und
nicht - wie bisher - nur vierteljährlich. Infrastrukturelle
Änderungen im Straßennetz (z. B. neue Abschnitte oder geänderte
Fahrtrichtungen) müssen unmittelbar für den Verbraucher zur Verfügung
stehen.
Diese Karten wurden verglichen - das sind die häufigsten
Fehler
"Aktualität und Genauigkeit wurden anhand von zufällig gewählten
Adressen bzw. Straßenabschnitten mit aktuellen und abgeschlossenen
Bauprojekten überprüft", erklärt Kerbl. "Außerdem wurde getestet, ob
die Hersteller des Kartenmaterials Adressen aus dem
ÖAMTC-Kartenfehler-Meldeservice mittlerweile korrigiert haben."
Einige Fehler, die auch im aktuellen ÖAMTC-Vergleich immer wieder
aufgefallen sind: Hausnummern werden gar nicht erkannt oder auf der
falschen Straßenseite angezeigt, ganze Straßenverläufe fehlen,
Positionen werden nur ungefähr angezeigt oder sind überhaupt nicht
auffindbar.
Großteils hat das Kartenmaterial im ÖAMTC-Vergleich aber trotz
dieser Fehler gut abgeschnitten. Am genauesten ist nach wie vor
Google Maps, das außerdem mit einer Vielzahl an Zusatzfunktionen (u.
a. "Street View", Satellitenansicht, Echtzeitverkehr,
Fußgänger-Routen, Öffis) punkten kann. Damit ist Google der einzige
Hersteller von Online-Karten, der im ÖAMTC-Vergleich mit "sehr gut"
bewertet wurde. Mit "gut" schnitt Nokia Here ab, das fast genauso
gutes Material wie Google bietet. "Nur für 'befriedigend' reichte es
hingegen für die Online-Karten von TomTom und Skobbler. Beide haben
mit Ungenauigkeiten zu kämpfen - und es fehlt die eine oder andere
Komfortfunktion, die die Konkurrenz bietet", hält Kerbl fest.
Für die Navigation im Auto hat sich im aktuellen ÖAMTC-Vergleich
das iPhone 4s (mit der Skobbler-App, die es auch für Android-User
gibt) als beste Variante erwiesen (Note: "sehr gut"). "Die
kostenpflichtige App (1,79 Euro) bietet sehr gutes Kartenmaterial,
wenngleich die Adresseingabe etwas umständlich ist", erklärt der
ÖAMTC-Experte. Aber auch TomTom Go50 und Garmin Nüvi 2447 LMT konnten
überzeugen (jeweils Note "gut").
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