• 21.08.2014, 09:20:07
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NEWS: Hochegger-Firma zahlte 8.000 Euro an Charity-Verein für Dinner mit Grasser

Luxus-Abendessen wurde bei Benefiz-Gala versteigert. Firma des Lobbyisten verbuchte Rechnung als "Telekom Catering".

Utl.: Luxus-Abendessen wurde bei Benefiz-Gala versteigert. Firma des
Lobbyisten verbuchte Rechnung als "Telekom Catering". =

Wien (OTS) - Die Affären rund um den früheren Top-Lobbyisten Peter
Hochegger sind um einen spannenden Sachverhalt reicher. Wie das
Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, zahlte
eine Hochegger-Firma im Jahr 2006 die Summe von 8.000 Euro an einen
Charity-Verein für ein Luxus-Dinner mit dem damaligen Finanzminister
Karl-Heinz Grasser. Verbucht wurde das in der Hochegger-Firma
ausgerechnet als "Telekom Catering".

Die Angelegenheit geht zurück auf die "Tissot-Eishockey-Charity"
zugunsten der Kinderhilfsorganisation "Pro Juventute" im Februar
2006. Bei diesem Benefiz-Event fand auch eine Charity-Auktion statt.
Eines der prominenten "Exponate", das ersteigert werden konnte: ein
Luxus-Dinner mit Grasser, seiner Frau Fiona, Angehörigen der Familie
Meinl und vier weiteren Gästen im Nobel-Restaurant "Meinl am Graben"
in Wien. Wer das Essen ersteigert hat, ist unklar. Verrechnet hat es
"Pro Juventute" jedenfalls der "Dr. Hochegger Kommunikationsberatung
GmbH". Das Auffällige: Auf der Rechnung, die NEWS vorliegt, wurde der
handschriftliche Vermerk "Telekom Public Affairs" angebracht. In
Buchhaltungsunterlagen der Hochegger-Firma findet sich die
Bezeichnung "Telekom Catering".

Warum sollte Hochegger der teilstaatlichen Telekom ein
Luxus-Abendessen mit dem amtierenden Finanzminister der Republik
kaufen? Könnten andere Kunden des Lobbyisten dahinterstecken? Ein
Telekom-Sprecher erklärt auf Anfrage, dass im Unternehmen keine
Buchung vorliege, die auf eine Weiterverrechnung durch Hochegger an
die Telekom hindeute. Man wisse jedoch nicht, ob Hochegger die
Weiterverrechnung nicht in einer allgemeineren Abrechnung "verpackt"
habe. "Pro Juventute" bestätigt die Versteigerung dieses "Exponats".
Die Telekom sei dabei jedoch nicht in Erscheinung getreten. Für "Pro
Juventute" endet die Angelegenheit naturgemäß mit der Bezahlung des
Exponats. Die 8.000 Euro seien "ausschließlich für unsere Kinder und
Jugendlichen verwendet worden", erklärt die Pressesprecherin der
Kinderhilfsorganisation.

Ob bzw. in welcher Besetzung das Abendessen letztlich
stattgefunden hat, ist unklar. Hochegger und Grasser haben sämtliche
Vorwürfe in allen Causen immer zurückgewiesen. Es gilt die
Unschuldsvermutung.

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