• 19.08.2014, 12:54:40
  • /
  • OTS0098 OTW0098

Vorarlbergs Ziel heißt Vollbeschäftigung

Aufstockung der Mittel für Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogramme auf 51 Millionen Euro

Utl.: Aufstockung der Mittel für Qualifizierungs- und
Beschäftigungsprogramme auf 51 Millionen Euro =

Bregenz (OTS/VLK) - Das Land Vorarlberg und das
Arbeitsmarktservice (AMS) haben ihre umfangreichen Beschäftigungs-
und Qualifizierungsprogramme für 2014 erneut erweitert und die dafür
zur Verfügung gestellten Mittel weiter aufgestockt. Die gesetzten
Maßnahmen greifen, betonten Landeshauptmann Markus Wallner,
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und AMS-Chef Anton Strini im
heutigen (Dienstag, 19. August) Pressefoyer.

Akkordiert war bisher der Einsatz von fast 47 Millionen Euro für
arbeitsmarktpolitische Initiativen in Vorarlberg im Jahr 2014. Nun
kann das AMS im Rahmen eines bundesweiten Beschäftigungsprogramms für
ältere Arbeitslose weitere rund 4,4 Millionen Euro einbringen. "Eine
möglichst hohe Beschäftigungsrate ist ein maßgeblicher
Wettbewerbsfaktor für den ganzen Wirtschaftsstandort Vorarlberg und
gleichzeitig ein ganz wesentlicher Aspekt der Armutsprävention.
Deshalb ist die Ankurbelung des Arbeitsmarktes auch in Zukunft einer
unserer Investitionsschwerpunkte. Wir streben - sofern es die
internationale Konjunkturlage zulässt - Vollbeschäftigung an", sagte
Landeshauptmann Wallner.

Die eingesetzten Mittel in Höhe von jetzt insgesamt über 51
Millionen Euro werden schwerpunktmäßig für Maßnahmen zum
Wiedereinstieg von Langzeit- und älteren Arbeitslosen in den
Arbeitsmarkt sowie für Qualifizierungsangebote für Jugendliche
eingesetzt.

Landesstatthalter Rüdisser verwies auf die im Vergleich gute
Beschäftigungslage: Die Zahl der unselbständig Beschäftigten ist seit
1996 von 127.900 auf 151.400 Personen im Jahr 2013 gestiegen
(Jahresdurchschnittswerte). Auch im ersten Halbjahr 2014 ist die
Beschäftigung um weitere rund 2.400 oder 1,6 Prozent angestiegen.
"Damit sind heute fast 26.000 Personen mehr beschäftigt als 1996",
informierte Rüdisser. Per Juli 2014 weist Vorarlberg eine
Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent auf (7,3 Prozent im
Bundesdurchschnitt).

Probleme bereite die Altersgruppe der über 45-Jährigen, sagte
AMS-Chef Strini. Dementsprechend haben das Land Vorarlberg und das
Arbeitsmarktservice Vorarlberg schon zu Jahresbeginn eine Reihe von
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gesetzt, um die Chancen für
arbeitsmarktferne Personen und für Personen über 45 Jahre zu
verbessern: Dazu zählen Eingliederungshilfen, Bildungsmaßnahmen,
Beschäftigungsprojekte und Kurskostenbeihilfen. "Im ersten Halbjahr
2014 befanden sich insgesamt 2.697 Personen über 45 Jahre und 1.648
arbeitsmarktferne Personen unter 45 Jahre in einzelnen
arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen", berichtete Strini.

Weitere Projekte für Arbeitslose über 50

Im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms für Personen über 50, die
bereits länger als 6 Monate erfolglos auf Jobsuche sind, sollen noch
im Jahr 2014 in Vorarlberg zusätzlich rund 4,4 Millionen Euro
eingesetzt werden. Davon rund 3,1 Millionen werden für
Eingliederungsbeihilfen an Unternehmen eingesetzt, und mit rund 1,4
Millionen werden zusätzliche Beschäftigungsplätze in bestehenden
Beschäftigungsprojekten finanziert.

Von den zusätzlichen Eingliederungsbeihilfen sollen allein 2014
rund 400 betroffene Personen über 50 profitieren. Stellt ein
Unternehmen im Einvernehmen mit dem AMS Personen im Alter 50+ ein,
dann ersetzt das AMS dem Unternehmen bis zu einer Dauer von 9 Monaten
bei Frauen bis zu zwei Drittel der Lohn- und Lohnnebenkosten, bei
Männer bis zur Hälfte dieser Kosten. Und mit der Einrichtung
zusätzlicher Transitarbeitsplätzen bei Vorarlberger
Beschäftigungsprojekten sollen über zwei Jahre hindurch mindestens
100 arbeitslose Personen vorübergehend Beschäftigung und damit
besseren Anschluss an Möglichkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes
finden.

Beschäftigungs- und Ausbildungsgarantie für Jugendliche bleibt
bestehen

Land und AMS halten weiter an der Beschäftigungs- und
Ausbildungsgarantie für junge Menschen fest. Wer im Alter von 15- bis
unter 25 Jahren länger als drei Monate ohne Arbeit ist, erhält
spätestens innerhalb der nächsten drei Monate ein Beschäftigungs-
oder Ausbildungsangebot. "Wir wollen alles tun, um das Potenzial
unserer Jugendlichen optimal zu nutzen. Niemand soll zurückgelassen
werden. Jede und jeder soll die Chance auf eine zukunftsorientierte
Ausbildung und auf eine positive berufliche Perspektive haben",
bekräftigte Landeshauptmann Wallner.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel