• 18.08.2014, 10:24:16
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Mehr Gesundheit braucht konkrete, langfristige Ziele

Alpbach (OTS) - Anlässlich der Alpbacher Gesundheitsgespräche 2014
gab der Präsident der Pharmig, Prof. Dr. Robin Rumler ein klares
Bekenntnis zu mutigen Entscheidungen für ein neues modernes
Gesundheitswesen in Österreich ab. Der Grundstein sei bereits mit der
Gesundheitsreform gelegt worden. "Nun gilt es, rasch konkrete und
langfristige Ziele zu kommunizieren, die für die Menschen fassbar
sind. Nur wenn die Menschen die Ziele verstehen, können sie sich
damit identifizieren und sie zu ihren eigenen machen", so Rumler.

Dazu nannte er etwa die Steigerung der Lebenserwartung auf 85
Jahre, eine substanzielle Senkung der Diabetes- und COPD-Erkrankungen
und eine noch erfolgreichere Behandlung bei Krebs. Besondere
Aufmerksamkeit will Rumler auf Kindergesundheit legen. "Heute sind
unsere Jugendlichen europäische Spitzenreiter beim Tabak- und
Alkoholkonsum. Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, sie
unter die Top 3 der gesündesten Jugendlichen in Europa zu bringen.
Die Gesundheitsreform gibt uns die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen zu
definieren und am Best-Point-of-Service umzusetzen. Wir müssen diese
Chance auch wahrnehmen", so Rumler.

In diesem Zusammenhang fordert Rumler zu mehr Mut im Umgang mit
neuen Technologien und Kommunikationswegen auf. "Die pharmazeutische
Industrie steht für Innovation und hat damit das Gesundheitswesen
wesentlich weiterentwickelt", betonte Rumler. Als Beispiel erinnerte
der Präsident der Pharmig, dass HIV zu Beginn der 90er Jahre noch ein
Todesurteil war und heute eine chronische Krankheit sei, und zwar
durch engagierte Arzneimittelforschung. "Wir forschen jetzt und auch
in Zukunft weiter an innovativen Therapien und beschreiten mit der
personalisierten Medizin völlig neue Wege", sagte Rumler. Erst
letztes Jahr habe die pharmazeutische Industrie 37 Medikamente mit
einem völlig neuen Wirkstoff auf den Markt gebracht. Auch in
Österreich wird intensiv geforscht: Allein hierzulande liefen im Jahr
2013 500 Studien mit ca. 7000 Patienten.

Rumler appellierte an die in Alpbach anwesenden Experten,
gemeinsam bei der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens die
Priorität auf die Gesundheit der Menschen und nicht auf den Erhalt
der Strukturen zu legen.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand August 2014), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000
Beschäftigte.

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