• 15.08.2014, 13:20:53
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BZÖ-Heimbucher: Bedingungslosen Kündigungschutz bei Lehrlingen aufheben!

Leistungsorientierung muss bereits in der Ausbildung beginnen

Utl.: Leistungsorientierung muss bereits in der Ausbildung beginnen =

Wien (OTS) - "Wie sich Österreichs Fachkräfte in Zukunft am
globalisierten Markt behaupten wollen, ist mir bisweilen
schleierhaft", reagierte heute Florian Heimbucher,
Wirtschaftssprecher des BZÖ, auf die jüngsten Entwicklungen im
Bereich Lehrlingsausbildung. Ein "grenzenlos geschütztes" Umfeld
nehme den Lehrlingen einerseits die Leistungsmotivation, andererseits
wirken sich dementsprechende Maßnahmen weitgehend kontraproduktiv auf
die Einstellungspolitik heimischer Betriebe aus. Die
Bedingungslosigkeit einer Lehrausbildung, ohne entsprechendem
Leistungseinsatz, ist ohnedies "nicht zeitgemäß", fügte Heimbucher
hinzu.

Tatsächlich ist gerade Leistungsorientierung am Arbeitsmarkt ein
wesentlicher Faktor für die hohe Qualität österreichischer Produkte
und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber ausländischen Produzenten.
"Dies versuchen die Ausbildungsdiscounter, angefangen vom
überforderten Sozialminister bis hin zu den wahnwitzigen
Satellitenorganisationen wie AMS oder Jugend am Werk, nahezu
chirurgisch zu zerstören", so Heimbucher, der im wesentlichen zwei
Punkte kritisiert:

Zum ersten sei die überbetriebliche Ausbildung keine
ernstzunehmende Form der Lehre, da sie zu weit entfernt vom
tatsächlichen betrieblichen Umfeld stattfindet. Die
Herausforderungen, denen sich Lehrlinge stellen müssen, seien
generell realitätsfern, da beispielsweise bei mangelnden
Sprachkenntnissen eine Freistellung des betreffenden
Unterrichtsfaches ermöglicht wird. "Wenn man der englischen Sprache
nicht mächtig ist, kann man um eine Befreiung ansuchen. Diese
Methodik ist ein Witz und eine Verhöhnung junger wissbegieriger
Menschen", führte Heimbucher aus. Befürchtet werde, dass man nicht
nur die Jugend um Zukunftschancen betrügt, sondern auch eine
fahrlässige Schwächung des Wirtschaftsstandortes Österreich begeht.

Die Anerkennung des AMS als Prüfstelle für Ausbildungsstätten
stellt dabei die Krönung der Verhöhnung des bereits desolaten Marktes
an Fachkräften dar: "Dass Arbeitslose in Pseudoausbildungen zu einem
lukrativen Geschäft geworden sind, ist ohnehin bekannt. Seit Jahren
warnen wir vor der Schulterschlusspolitik von SPÖ und AMS, deren
beteuerte Absichten, konkurrenzfähige Arbeitskräfte für
Zukunftsmärkte ausbilden zu wollen, bis dato leider nicht erkennbar
sind", so Heimbucher.

Um zukunftsfit auf die Maßstäbe und Voraussetzungen reagieren zu
können, stellt das BZÖ ein Kontingent an Lösungen bereit. Eine
Aufhebung des Kündigungsschutzes für Lehrlinge und die Aufhebung der
Verbote, welche eine praxisechte Ausbildung verhindern, werden dabei
unter anderem gefordert sowie eine steuerliche Solidarisierung der
Politik mit Klein- und Mittelbetrieben: "Es ist höchste Zeit, unsere
Jugend auf die Chancen aber auch auf die Pflichten der Arbeitswelt
vorzubereiten. Hierbei die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, ist
eine der Kernaufgaben der Regierung. Dies wurde bisher schändlich
verabsäumt", schließt Heimbucher.

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