ÖAMTC: Viel Verkehr erhöht Risiko für Auffahrunfälle und Massenkarambolagen

Stauwochenende erwartet - Abstand halten, vorausschauend und konzentriert fahren

Wien (OTS) - Verkehrsprognosen versprechen für das kommende, verlängerte Wochenende Staus vor allem in Nord-Süd-Richtung, wenn auf den Transitrouten in Österreich heimreisende Urlauber auf die letzten Urlaubsnachzügler treffen. "Mit zunehmendem Verkehr wächst auch die Gefahr von Auffahrunfällen und Massenkarambolagen", warnt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Markus Schneider. 2013 ereigneten sich auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen 2.283 Unfälle mit Personenschaden. 989 Unfälle waren Auffahrunfälle, sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Die häufigsten Ursachen für Auffahrunfälle sind das falsche Einschätzen der eigenen Annäherungsgeschwindigkeit oder ein zu geringer Abstand zum Vordermann und damit einhergehend die fehlende Reaktionszeit. Auch Ablenkungen oder Unaufmerksamkeit während der Fahrt führen oft dazu, dass Fahrzeuge nahezu ungebremst in Hindernisse oder andere Pkw rasen.

"Besonders häufig staut es sich im Annäherungsbereich von Baustellen, Autobahnknoten oder vor Tunnel, wenn aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf Blockabfertigung umgestellt wird. Dort, ebenso wie auf unübersichtlichen Straßenabschnitten, etwa nach Kurven, kann es krachen ", erklärt ÖAMTC-Experte Schneider und präsentiert Tipps zur Vermeidung von Auffahrunfällen:

* Abstand halten: Die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstands ist bei jeder Geschwindigkeit und Witterung das A und O. "Denn wer selbst ausreichend Abstand nach vorne hält, kann in Notsituationen die Fehler anderer korrigieren", sagt der ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte. Aber auch nachkommende Autos sollte man im Blick haben, vor allem bei abrupten Bremsungen oder beim Spurwechsel.

* Vorausschauend fahren: "Wichtig ist, Gefahrensituationen rechtzeitig als solche zu erkennen", weiß der ÖAMTC-Experte. Hinter jeder langgezogenen Kurve mit Sichtabschattung oder Kuppe könnte ein Stau warten. Daher die Geschwindigkeit der Sicht anpassen und konzentriert fahren. Außerdem plötzliche Fahrmanöver vermeiden, indem man sich über die Urlaubsstrecke vorinformiert und beim Fahrstreifenwechsel rechtzeitig blinkt.

* Fahrstreifen beibehalten: Gerade bei hohem Verkehrsaufkommen trägt das Beibehalten des Fahrstreifens wesentlich zum Verkehrsfluss bei. "Wer - in der Hoffnung ein paar Sekunden schneller am Ziel zu sein -ständig die Spur wechselt, ist zwar in Bewegung. Aber auch im Dauerstress und gefährdet dadurch sich und andere", erläutert ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Schneider.

* Einordnen lassen: Bei Einmündungen und Engstellen, bspw. aufgrund eines Unfalls, einer Baustelle oder Panne, ist das Reißverschlusssystem anzuwenden. Es hält den Verkehr flüssig. Die Erfahrung zeigt: "Sobald das Reißverschlusssystem nicht funktioniert, ist ein sich rasch aufbauender Stau die Folge", so der ÖAMTC-Experte.

* Unfallstellen zügig passieren: Kommt man an einer Unfallstelle vorbei und die Fahrzeuglenker und -insassen sind bereits versorgt, sollte man sich auf die Weiterfahrt konzentrieren. "Schaulustige" hemmen den Verkehrsfluss und beeinträchtigen häufig die Einsatzkräfte.

Ein abschließender Tipp des Verkehrssicherheitsexperten: "Radio, Internet und Verkehrsapps wie die ÖAMTC-App halten stets Informationen zur aktuellen Verkehrssituation sowie zu Verkehrsbehinderungen wie Baustellen bereit."

Aktuelle Verkehrs- und Baustelleninfos für Österreich findet man auf der ÖAMTC-Homepage unter www.oeamtc.at/verkehr. Informationen zu den Smartphone-Apps des Clubs unter www.oeamtc.at/apps.

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