• 12.08.2014, 13:04:47
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Kein Rauch - mehr Gesundheit

Pharmig begrüßt ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie und die Forderung nach einem Gesundheitscheck für alle Gesetze. Sonst bleibt Österreich Schlusslicht beim Nichtraucherschutz.

Utl.: Pharmig begrüßt ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie
und die Forderung nach einem Gesundheitscheck für alle
Gesetze. Sonst bleibt Österreich Schlusslicht beim
Nichtraucherschutz. =

Wien (OTS) - Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig,
unterstützt das Plädoyer von Gesundheitsminister Alois Stöger, ein
generelles Rauchverbot in der Gastronomie gesetzlich zu verankern.
Die Einwände der Gastronomen greifen für Huber zu kurz. Die
Investitionen, die aufgrund der derzeit gesetzlichen Grundlage in den
Lokalen getätigt wurden, müssten in den allermeisten Fällen
abgeschrieben sein.

Für jene finanziellen Aufwände, die noch nicht abgeschrieben sind,
schlägt Huber eine einmalige Sonderabschreibung vor. Damit könnte
auch der Finanzminister ein klares Zeichen für den Nichtraucherschutz
setzen. Hinsichtlich der Befürchtung, dass ein Rauchverbot in Lokalen
die Gästezahlen schrumpfen ließe, verweist Huber auf unsere
europäischen Nachbarn: "Mir wäre noch nicht aufgefallen, dass bei
unseren Nachbarn in Italien oder auch in Deutschland die Gaststätten
verwaist wären."

Huber fordert von der Politik längst überfällige und effektive
Maßnahmen, um die Raucherzahlen in Österreich endlich zu senken. Im
europäischen Vergleich liegt Österreich laut einer Studie (Tobacco
Control Scale 2013), die das Engagement für weniger Tabakkonsum in 34
Ländern vergleicht, an letzter Stelle - und das konstant seit 2007.
"Es müssen endlich politische Entscheidungen getroffen werden, die
nachhaltig sind, und zwar für die Gesundheit der Bevölkerung", so
Huber.

Ein wirksames Mittel für weniger Tabakkonsum sieht Huber auch in
der Forderung nach einem Gesundheitscheck für alle Gesetze, die vor
kurzem von Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling geäußert wurde. "Um
die Umwelt kümmern wir uns seit Jahrzehnten richtigerweise durch
Umweltverträglichkeitsprüfungen. Wo aber bleibt die Gesundheit? Es
ist längst an der Zeit, eine Gesundheitsverträglichkeitsprüfung in
allen Politik- und Verwaltungsfeldern vorzusehen. Damit könnte die
Politik beziehungsweise der Gesetzgeber ab sofort konsequente
Entscheidungen in Richtung mehr Gesundheit treffen", betont Huber.

Das Thema Nichtraucherschutz wird von der gesamten
Gesundheitsbranche schon seit längerem in Richtung Politik
eindringlich artikuliert. So war etwa die Forderung nach einer
Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zum
Nichtraucherschutz bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen im Jahr
2011 unter den Top-10-Veränderungsvorschlägen für das heimische
Gesundheitssystem.

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand August 2014), die den Medikamenten-Markt zu fast
100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca. 12.000 Beschäftigte.

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