- 12.08.2014, 10:42:44
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ORF-Premiere für Natascha-Kampusch-Autobiografie "3096 Tage"
Sherry Hormanns packende Verfilmung am 13. August in ORF 2
Utl.: Sherry Hormanns packende Verfilmung am 13. August in ORF 2 =
Wien (OTS) - Ein Verbrechen, das die Welt schockierte. Einer der
aufsehenerregendsten Entführungsfälle unserer Zeit: Natascha Kampusch
ist zehn Jahre alt, als sie von Wolfgang Priklopil in einen weißen
Lieferwagen gezerrt wird. "3096 Tage" wird sie in seinem
Kellerverlies gefangen gehalten. Nach achteinhalb Jahren gelingt ihr
am 23. August 2006 endlich die Flucht. Der deutsche Erfolgsproduzent
Bernd Eichinger sicherte sich die Filmrechte an Natascha Kampuschs
gleichnamiger Autobiografie und begann persönlich mit einer
Drehbuchfassung, die er bis zu seinem plötzlichen Tod Anfang 2011
aber nicht mehr fertigstellen konnte. Das Drehbuchfragment wurde von
Autorin Ruth Toma und Journalist Peter Reichard vollendet.
Unter der behutsamen Regie von Sherry Hormann ("Die Wüstenblume",
"Anleitung zum Unglücklichsein") liefern einander die beiden
internationalen Hauptdarsteller Antonia Campbell-Hughes und Thure
Lindhardt in "3096 Tage" - zu sehen als ORF-Premiere am Mittwoch, dem
13. August, um 22.25 Uhr in ORF 2 - ein gnadenloses und beängstigend
glaubwürdiges Psychoduell zwischen Täter und Opfer. Amelia Pidgeon
spielt Natascha Kampusch als Kind, in weiteren Rollen sind u. a.
Trine Dyrholm, Ellen Schwiers und Erni Mangold zu sehen.
Mehrfachpreisträger Michael Ballhaus ("Departed - Unter Feinden")
führte die Kamera. Das Verlies, der zwei mal drei Meter kleine Raum
mit der 1,60 Meter niedrigen Decke, wurde übrigens in den Bavaria
Filmstudios nachgebaut.
Mehr zum Inhalt
Am Morgen des 2. März 1998 wird die zehnjährige Natascha Kampusch
(Amelia Pidgeon) auf ihrem Schulweg von einem Mann in einen
Lieferwagen gezerrt und in dessen Haus im Bezirk Gänserndorf
verschleppt. Hier hat der arbeitslose Fernmeldetechniker Wolfgang
Priklopil (Thure Lindhardt) in monatelanger Arbeit ein unterirdisches
Verlies gebaut, in dem sein wehrloses Opfer die nächsten 3.096 Tage
seines Lebens verbringen wird. Zunächst steht die minderjährige
Natascha noch unter Schock, begreift nicht den Ernst der Lage. Erst
nach und nach wird ihr bewusst, in welch auswegloser Situation sie
sich befindet: Ihr Entführer hat sich das Mädchen ausgesucht, um es
in seinem Keller als gehorsame Gespielin aufzuziehen. Den Machtwillen
zur absoluten Hörigkeit zwingt der Kidnapper seinem Opfer in Form von
Überwachung, seelischen Erniedrigungen und körperlicher
Gewaltanwendung auf.
Die Außenwelt bekommt davon nichts mit: Nachdem sich die umfangreiche
polizeiliche Fahndung als ergebnislos erwiesen und selbst Nataschas
Mutter (Trine Dyrholm), die ihre Tochter vorwiegend alleine
aufgezogen hat, jede Hoffnung aufgegeben hat, glätten sich auch die
medialen Wogen. Man geht zur Tagesordnung über. Selbst Wolfgang
Priklopils Mutter (Dearbhla Molloy), die ihren Sohn regelmäßig mit
vorgekochtem Essen versorgt, ahnt nichts. Je länger der Aufenthalt in
ihrem kargen Gefängnis dauert, je älter sie wird, desto mehr begreift
Natascha (nun: Antonia Campbell-Hughes), dass ihre einzige Chance zu
überleben die ist, sich auf das perfide Spiel ihres Entführers
einzulassen. Sie beginnt, seine Schwächen für sich auszunutzen, und
erreicht damit nach und nach mehr Freiheiten - auch wenn jeder
Versuch der Auflehnung eine unbeherrschte Attacke ihres Peinigers
heraufzubeschwören droht. Für das inzwischen volljährige Mädchen gibt
es nach wie vor nur einen Gedanken: Flucht! Und eines Tages bietet
sich ihr endlich die Gelegenheit.
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