Prammer-Trauerfeier (1) - Faymann: "Österreich verliert eine Leitfigur der Demokratie"

Bundeskanzler würdigte bei der offiziellen Trauerfeier den Menschen und die Politikerin Barbara Prammer

Wien (OTS/SK) - Wien (SK) Im Rahmen der offiziellen Trauerfeierlichkeiten für die kürzlich verstorbene Nationalratspräsidentin Barbara Prammer haben sich heute, Samstag, viele Gäste vor dem Parlament eingefunden, um den Menschen Barbara Prammer und ihr politisches Wirken zu würdigen. "Demokratie, Menschenrechte und ein Miteinander waren ihre unumstößlichen Prinzipien. Sie war nicht nur eine Kämpferin für die Gleichstellung der Frauen, sondern sie setzte sich auch gegen Verhetzung, Rassismus und Antisemitismus ein. Durch ihren Tod verliert die Republik eine Leitfigur der Demokratie. Wir verlieren außerdem einen liebevollen und wertvollen Menschen", betonte SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann in seiner Trauerrede. ****

Weiters betonte der Kanzler: "Ihr Weltbild war immer eines, geprägt von Gleichheit und Gerechtigkeit, eines der Toleranz und Offenheit. Ein demokratisches Gemeinwesen braucht Menschen mit Grundsätzen, wie sie eine war. Leidenschaft für das Gemeinsame, Menschen mit Sinn für das Machbare. All das zeichnete Prammer aus."

Faymann strich auch hervor, dass Barbara Prammer sich stets "auch zu unserer eigenen Geschichte bekannte, die weder abgestreift, noch selektiv wahrgenommen werden darf. Diese Verantwortung nahm sie war, als sie sagte 'Wir müssen Flammen in die Herzen der jungen Menschen setzen, um sie gegen Rassismus und Faschismus immun zu machen'."

Antifaschismus und der Kampf gegen Rassismus waren tiefe Überzeugungen der verstorbenen Nationalratspräsidentin. "In ihrer Demokratiewerkstatt hat sie tausende Menschen für politische Mitsprache begeistern können. Sie wollte für junge Menschen ein entsprechendes Lernumfeld schaffen, 'um Kindern die Zusammenhänge in der Gesellschaft näherzubringen'. Ihr Tod ruft uns schmerzhaft ins Bewusstsein, dass es Menschen wie sie dringender braucht denn je."

Es sei, so Werner Faymann, tragisch, dass Prammer so früh aus dem Leben gerissen wurde, sie habe noch so vieles schaffen und verändern wollen. "Barbara Prammer ist ihren sozialdemokratischen Überzeugungen immer treu geblieben. Ihre Fähigkeit, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen hat ihr Respekt und Anerkennung über alle politischen Lager gebracht", sagte der Bundeskanzler.

Und abschließend: "Ihre Familie verliert eine Tochter, Mutter, Großmutter und einen unersetzbaren Menschen. Österreich verliert eine große Politikerin und Staatsfrau. Die Sozialdemokratie verliert eine ihrer wichtigsten und bedeutendsten Verteterinnen. Ich verliere eine Freundin. Liebe Barbara, du wirst uns sehr fehlen." (Forts.) dm/mo

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