• 08.08.2014, 10:21:13
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"Highlights - Das Kulturmagazin" Halbzeitbilanz zu den Salzburger Festspielen

Sonntag, 10. August 2014, 18.55 Uhr bei ATV2

Utl.: Sonntag, 10. August 2014, 18.55 Uhr bei ATV2 =

Wien (OTS) - Halbzeit in Salzburg, Zeit für eine Zwischenbilanz!
Alexander Pereira, Sven-Eric Bechtolf sowie Franz Welser-Möst und
Herbert G. Kloiber sprechen mit dem ATV-Kulturexperten Franz Zoglauer
über Zukunft, Finanzsorgen, Sponsoren und künftige Ausrichtung der
Festspiele. Welser-Möst warnt vor steigenden Produktionskosten, Dr.
Kloiber kritisiert das sinkende Festspielniveau. "Highlights" widmet
sich den Aufregern der Szene!

Noch glänzen die Salzburger Festspiele wie in alten Zeiten - mit
Stars und Glamour, mit Netrebko und Domingo sowie einem
unvergleichlich schönen "Rosenkavalier". Nach dem von der Politik
erwünschten vorzeitigen Abgang von Alexander Pereira beginnt nächstes
Jahr ein zweijähriges Interregnum und erst 2017 die neue Intendanz
von Markus Hinterhäuser. Doch wie sieht die Zukunft aus?

Intendant Alexander Pereira kritisiert die Unverantwortlichkeit,
dass die Politik es über 14 Jahre den Festspielen überlassen habe,
das Geld für die Tariflohnerhöhung aufzutreiben. Über die heuer
beschlossene Erhöhung der Subvention von 2,5 Millionen Euro meint
Pereira: "Die ist spätestens, wenn Markus Hinterhäuser antritt,
aufgefressen."

Der neue interimistische Leiter Sven-Eric Bechtolf denkt an eine
Neuregelung nach dem Vorbild der Universitäten, um ein künftiges
Desaster à la Burgtheater zu vermeiden und schlägt einen
Rahmenvertrag über drei Jahre vor, "in dem die Lohnerhöhungen mit
bedacht sind. Dann ist es für alle eine überschaubare Sache. Wir
brauchen Handlungsspielraum."

Pultstar Franz Welser-Möst warnt wiederum vor den steigenden
Produktionskosten: "Mir kommt manchmal vor, dass es einen Wettbewerb
gibt; was teurer ist, ist besser und das stimmt eben nicht." Der
Wiener Generalmusikdirektor wünscht sich "ein unverwechselbares
Festival, bei dem nicht aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der
leichte, gefällige Weg gesucht wird, um Karten zu verkaufen."

ATV-Eigentümer Dr. Herbert G. Kloiber, langjähriger Kenner der
Festspiele, meint, die Festspiele seien ein Kulturbetrieb geworden,
der sich in Routine festgefressen habe: "Wenn ich an nächstes Jahr
denke und bei dem Zyklus von Mozarts Da Ponte-Opern der Einspringer
des Einspringers dirigiert, dann ist das nicht Festspielniveau. Das
braucht man sich in Salzburg weder für 420 noch für 240 Euro
anschauen." In weiteren Interviews sprechen die Schauspieler
Elisabeth Orth und Peter Matic sowie die Sänger Anna Prohaska und
Günther Groissböck.

Außerdem: Anna Netrebko in ihrer Glanzrolle! In Salzburg hält die
russische Diva derzeit mit ihrer Performance in "Il Trovatore" Fans,
Fotografen und Journalisten aus aller Welt in Atem. In Berlin
begeisterte sie bereits 2013 als Leonora in der Verdi-Oper an der
Seite von Plácido Domingo als Conte di Luna. In Salzburg stehen die
beiden Opernstars nun wieder in dieser Konstellation gemeinsam auf
der Bühne. Regisseur Alvis Hermanis lässt die Oper in einem Museum
spielen. "Highlights" berichtet über die mit Spannung erwartete
Produktion!

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