Barbara Prammer in Zitaten

Eine Auswahl von Aussagen der Nationalratspräsidentin zu den Kernthemen ihrer politischen Tätigkeit

Wien (PK) - Das Engagement für Demokratie, der Kampf für die Rechte der Frauen, entschlossenes Auftreten gegen Rassismus, Gewalt und jede Form der Diskriminierung, ein klares Bekenntnis zur Aufarbeitung der Geschichte waren die Leitlinien, von denen die Politik Barbara Prammers getragen war. Dies brachte sie auch immer wieder bei ihren Reden und Diskussionsbeiträgen zum Ausdruck. Die Parlamentskorrespondenz bringt deshalb eine Auswahl von prägenden Zitaten der verstorbenen Nationalratspräsidentin.

"Es geht nicht darum, jedem Trend der Zeit nachzulaufen, sondern vielmehr darum, unsere Überzeugungen zum Trend der Zeit zu machen" (21. Juni 2009, Außerordentliche Bundeskonferenz, SPÖ Frauen)

"Wir alle haben uns immer wieder daran zu erinnern, dass Mut und Zivilcourage die Wirklichkeit zum Besseren verändern können"
(4. Mai 2007, Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus)

"Leistung darf nie über den Wert von Leben entscheiden"
(4. Mai 2012, Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus)

"Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung sind ein Widerspruch zur Demokratie und dürfen in einer Gesellschaft keinen Platz haben"
(4. Mai 2012, Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus)

"Demokratische Kultur, Menschenrechte und solidarisches Miteinander sind die Basis unseres Zusammenlebens"
(4. Mai 2012, Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus)

"Geschichte ist nicht unteilbar. Wir können uns nicht nur an den glanzvollen Epochen erfreuen, sondern wir müssen uns auch zu den unerfreulichen, schrecklichen Abschnitten bekennen"
(4. Mai 2014, Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus)

"Demokratie bedeutet Bereitschaft zum Kompromiss, der nicht grundsätzlich etwas Faules ist, als das er landläufig oft dargestellt wird. Vielmehr ist der Kompromiss eine demokratische Tugend, Ausdruck des guten Willens, gemeinsam zu vertretbaren, für alle akzeptablen Lösungen zu kommen. Exakt darin liegt für mich der Sinn von Politik, nicht in der Auseinandersetzung, die zum reinen Selbstzweck geführt wird."
(22. April 2013, Gastkommentar, Tiroler Tageszeitung)

"Bei aller Gegensätzlichkeit der Positionen, bei aller Härte in der politischen Auseinandersetzung, die Demokratie ausmacht, dürfen wir das Verbindende nicht aus den Augen verlieren. Dazu zählen voran die Wahrung der Menschenrechte, Toleranz gegenüber Anderen und Respekt vor deren Meinungen, Kampf gegen Vorurteile und Bemühen um Integration."
(26. April 2013)

"Es ist mir ein persönliches Anliegen, junge Menschen für die großartige Errungenschaft Demokratie zu begeistern, für die eigenen Interessen einzutreten und sich für andere stark zu machen. Das demokratische Engagement vieler hält unsere Gesellschaft zusammen, schafft Solidarität, sichert Wohlstand und sozialen Frieden."
(25. Oktober 2012)

"Demokratie und Menschenrechte sind immer nur so stark wie die Bereitschaft der Menschen, sie gegen Angriffe zu verteidigen"
(5.Mai 2011, Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus)

"Gerechtigkeit bedeutet, dass Schwächere, Benachteiligte und Ärmere nicht an den Rand gedrängt werden, sondern durch Inpflichtnahme der Stärkeren und Reicheren einen Ausgleich erhalten."
(15.10. 2010, Vortrag auf Einladung der Gesellschaft für Ethik an der Universität Wien)

"Vor ziemlich genau 100 Jahren saßen im Sitzungssaal des Reichsrats 516 Männer. Obwohl sich seither viel geändert hat, müssen wir weiterhin für Chancengleichheit eintreten. Immer noch gibt es frauenpolitisch vielfältige Herausforderungen".
(4. März 2011, Internationaler Frauentag)

"Die Fakten zeigen: auch im Musikbetrieb stoßen Frauen an eine gläserne Decke"
(6. März 2012, FRAUenMUSIK im Parlament)

"Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine wesentliche Voraussetzung zur Armutsminderung, zu Wirtschaftswachstum und zu sozialer Entwicklung. Es ist daher zu begrüßen, dass auch die Vereinten Nationen diesen Aspekt in allen Bereichen ihrer Arbeit in Zukunft berücksichtigen wollen. Das stellt eine Ermutigung und einen Auftrag dar, sich in der OSZE gemeinsam und konsequent für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen, insbesondere zur Förderung von Frieden und Sicherheit, einzusetzen."

"Die Lebensbedingungen von Frauen können nur verbessert werden, wenn Frauen mit am Verhandlungstisch sitzen"

"Quoten sind der effektivste Weg, die Partizipation von Frauen in Politik und Wirtschaft zu erhöhen"

(8. März 2012, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eröffnet den Internationalen Frauentag im Ständigen Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE))

"Niemand würde vermuten, dass im Haus auch Tischlerinnen arbeiten" (25. April 2013, Girls' Day im Parlament)

"Mehr Frauen in der Politik sind nötig"
(10. Juni 2013, Gespräch mit Sloweniens Ministerpräsidentin Alenka Bratušek)

"Ein starkes Parlament ist die beste Basis für eine funktionierende Demokratie. Dabei ist die Stärkung der Frauen besonders wichtig". (27. Juni 2013, Gespräch mit der jemenitischen Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman)

"Gerade im Textilbereich wird deutlich, wie wichtig es ist, Geschlechtergerechtigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit zu berücksichtigen."
(12. März 2014, Aktion Familienfasttag für weltweit faire Arbeitsbedingungen)

(Schluss) hof/rein

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