• 04.08.2014, 12:21:53
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Papierindustrie: Absatzmenge im ersten Halbjahr 2014 gestiegen, Umsatz gesunken

Trotz Mengenwachstums sank der Halbjahresumsatz der Branche um 0,3 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro

Utl.: Trotz Mengenwachstums sank der Halbjahresumsatz der Branche um
0,3 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro =

Wien (OTS/PWK) - Nach den Mengenverlusten im vergangenen Jahr ging
es der Papierindustrie in Österreich mit Aufträgen im ersten Halbjahr
2014 wieder besser. Unerfreulich ist dabei jedoch, dass sich die
Durchschnittserlöse seit Jahresbeginn schwach zeigen und der Umsatz
der Branche nach zwei Quartalen sogar zurück fiel. In den einzelnen
Sortengruppen zeigten sich die grafischen Papiere* etwas stärker als
zuletzt. Für die Verpackungspapiere zeigt die Statistik nur ein
leichtes Plus von 0,5 Prozent. Zu diesem geringen prozentuellen
Wachstum trug bei, dass die Produktion der mittlerweile geschlossenen
Wellpappepapier-Fabrik in Frohnleiten (bis April 2013) im
Vergleichszeitraum immer noch in den Büchern steht. Bei steigender
Papierproduktion wuchs auch der Verbrauch von Zellstoff und
Altpapier. Die Holzversorgungslage für die Zellstofffabriken war im
ersten Halbjahr zufriedenstellend, auch wenn sich an der
grundlegenden Problematik der Holzversorgung wenig geändert hat. Die
erwartete Preissenkung von Gas ist nicht eingetreten.

Strukturwandel bei grafischen Papieren

International haben österreichische Papierindustrie-Unternehmer an
Bedeutung gewonnen. Nachdem der Konzern von Alfred Heinzel die Fabrik
für Magazinpapiere in Laakirchen 2013 von der schwedischen SCA
übernommen hatte, gab es im ersten Halbjahr zwei Akquisen in
Deutschland. Cord Prinzhorn schloss den Kauf einer
Wellpappepapier-Fabrik in Recklinghausen (Ruhrgebiet) ab, im Mai
folgte die Einigung zwischen StoraEnso und Ahmad Porkar von
Brigl&Bergmeister, den Feinpapier-Standort Uetersen (Holstein) zu
übernehmen.

Mit den Zahlen zum Halbjahr stehen die österreichischen Standorte
besser da, als die europäischen Wettbewerber. Besonders im Bereich
der Presse- und Druckpapiere blieben Nachfrage und
Maschinenauslastung trotz Schließung mehrerer Standorte in anderen
europäischen Ländern schwach. Der Markt für grafische Papiere ist nun
schon seit fünf Jahren rückläufig, dabei haben sich jedoch zwei
Trends abgelöst: War der dramatische Rückgang ab 2009 noch
hauptsächlich durch einen "Double-dip" der internationalen Wirtschaft
verursacht, ist mittlerweile ein Strukturwandel in der
Papiernachfrage ausschlaggebend.

Die Substitution von Print- zu elektronischen Medien hat einige
Papiersorten in Bedrängnis gebracht, wenn auch zuletzt nicht mehr so
stark. Dennoch ist Kommunikation auf Papier weiterhin
marktbeherrschend, beim Leser und für Werbetreibende. Laut des Wiener
Marktforschungsinstitutes Focus wurden auch im abgelaufenen Jahr zwei
Drittel aller Spendings von insgesamt über vier Milliarden Euro in
Österreich für Werbung mit und auf Papier ausgegeben.

* Grafische Papiere werden hauptsächlich zum Bedrucken verwendet.
Wichtige Anwendungsgebiete sind Zeitungen, Magazine, Prospekte,
Broschüren, Bücher, aber auch Kopierpapiere und Sorten für Kalender
oder Etiketten.

Hintergrundinformation

Austropapier repräsentiert - gemeinsam mit dem Fachverband der
Papierindustrie - die Unternehmen der österreichischen
Papierindustrie. 24 Betriebe erzeugen jährlich 4,8 Millionen Tonnen
Papier, Karton und Pappe. Sie stellen fast 8.000 Arbeitsplätze direkt
bereit und tragen zur Einkommenssicherung von hunderttausenden
Menschen in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft, in der Papier
und Pappe verarbeitenden Industrie und im Druck- und Grafik-Sektor
bei.
Papier begleitet uns Tag für Tag in vielen wichtigen Produkten. Der
Einsatz der erneuerbaren Rohstoffe Holz und Altpapier, die
Wiederverwertung der Rückstände als Rohstoff, höchste
Energieeffizienz der Anlagen und enorme Investitionen zur
Verbesserung der Umweltsituation gehören zu den Grundpfeilern der
nachhaltigen Wirtschaftsweise. Mit modernen und gut bezahlten
Green-Jobs, konsequenter Aus- und Weiterbildung sowie der Bündelung
von Forschung, Entwicklung und Innovation sichert der Sektor
nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Standorte.
(KR)

Weitere Details zur Papierproduktion des 1. Halbjahres 2014 finden
Sie unter www.austropapier.at

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