- 03.08.2014, 12:22:35
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HOSI Wien trauert um Barbara Prammer
Wien (OTS) - "Auch wir sind tief betroffen über den Tod von
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer", erklärt Cécile Balbous,
Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, "denn mit ihr
verliert die österreichische Lesben- und Schwulenbewegung und die
LSBT-Community eine ihrer seit Jahrzehnten wichtigsten Verbündeten in
der österreichischen Politik. Als engagierte Kämpferin für
Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht nur von Frauen und
Männern, sondern auch gegen die Diskriminierung von Minderheiten hat
sich Prammer stets konsequent an vorderster Front für entsprechende
Gesetzesänderungen eingesetzt - ob bei der Strafrechtsreform, der
rechtlichen Anerkennung homosexueller NS-Opfer im Opferfürsorgegesetz
oder für die Eingetragene Partnerschaft, um nur die wichtigsten zu
nennen. Bereits im Februar 1997 empfing sie als damalige
Frauenministerin VertreterInnen der HOSI Wien zu einem Gespräch."
Keine Berührungsängste
"Bei ihrem Engagement hat Prammer - ohne jegliche Berührungsängste
- auch öffentlich viele deutliche und mit hoher Symbolkraft
verbundene Zeichen der Unterstützung dieser Anliegen gesetzt",
ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "So übernahm sie regelmäßig
den Ehrenschutz über wichtige Veranstaltungen der HOSI Wien und
anderer LSBT-Organisationen, etwa 1998 über die Jahrestagung des
europäischen Lesben- und Schwulenverbands ILGA-Europa in Linz, bei
der sie eine vielbeachtete Rede hielt. Zehn Jahre später, im Herbst
2008, übernahm sie - diesmal in ihrer Funktion als
Nationalratspräsidentin - nicht nur den Ehrenschutz über die von der
HOSI Wien ausgerichteten ILGA-Europa- und ILGA-Weltkonferenzen in
Wien, sondern lud die TeilnehmerInnen der Weltkonferenz auch zu einem
Empfang ins Palais Epstein - eine echte Sensation, denn noch nie in
der 30-jährigen Geschichte der ILGA war diese in ein nationales
Parlament eingeladen worden. Im November 2009 wiederum lud Prammer
zum Festakt '30 Jahre HOSI Wien' ins Hohe Haus am Ring. Und über den
Regenbogenball, auf dem sie auch Stammgast war, hat sie ebenfalls
regelmäßig den Ehrenschutz übernommen; 2011 hielt sie in der Hofburg
die Eröffnungsrede."
"Wir trauern um eine Weggefährtin, die die Anliegen der Lesben-
und Schwulenbewegung wie kaum eine andere Persönlichkeit der
österreichischen Politik über Jahrzehnte hinweg mit viel Engagement
vertreten hat und der HOSI Wien bis zuletzt freundschaftlich
verbunden war. Sie wird uns sehr fehlen", so Balbous abschließend.
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