Arbeitsmarkt Wien: Wenig Ausgebildete und Ältere besonders von Arbeitslosigkeit betroffen

AMS Wien und waff unterstützen diese Zielgruppen mit eigenen Programmen

Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos
vorgemerkten Personen ist im Juli 2014 im Jahresvergleich um 15,8 Prozent auf 100.117 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung beträgt 26.700, die Summe beider Gruppen ist um 11,9 Prozent angewachsen.

Mit Weiterbildung gegen steigende Arbeitslosigkeit 40.079 arbeitslose Wienerinnen und Wiener haben keinen höheren Abschluss als den der Pflichtschule, weitere 11.597 haben überhaupt keinen Schulabschluss. Damit fällt mehr als jede/r zweite Wiener Arbeitslose in diese Gruppe. "Für Menschen ohne weiterführenden Abschluss gibt es in Wien immer weniger Jobs", sagt AMS-Wien-Vizechef Winfried Göschl. "Im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020 bieten wir unseren KundInnen die Möglichkeit von Weiterbildung, möglichst mit einem anerkannten Abschluss."

Im Sinne einer proaktiven Arbeitsmarktpolitik verdoppelt darüber hinaus der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) auf Initiative von Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner den "Weiterbildungstausender": Seit 1. Juli können beschäftigte WienerInnen bis zu 2.000 Euro für ihre berufliche Weiterbildung in Anspruch nehmen.
"Auch die Anspruchsvoraussetzungen wurden ausgeweitet", erklärt Fritz Meißl, Geschäftsführer des waff: "Lag die Einkommensgrenze bisher bei 1.300 Euro netto, wird diese auf 1.800 Euro erhöht. Damit können bis zu 600.000 WienerInnen den doppelten WeiterbildungsTausender nutzen."

Beschäftigungsprogramme für Ältere Besonders stark ist der Zuwachs an Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß bei den älteren Arbeitslosen. Die Gruppe der Über-50-Jährigen hat sich im Jahresvergleich um 18,5 Prozent auf 23.868 Personen vergrößert. Hier setzt das Beschäftigungsprogramm 50+ des AMS an: Für alle Menschen in dieser Altergruppe, die zumindest ein halbes Jahr lang arbeitslos waren, übernimmt das AMS Wien bei Neueinstellung drei Monate lang die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten. Weitere drei bis neun Monate lang trägt das AMS Wien bis zur Hälfte der Kosten - bis zu einem Betrag von 20.000 Euro. Mit dieser attraktiven Förderung sollen die Chancen auf eine nachhaltige Rückkehr in den Arbeitsmarkt erhöht werden. Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds unterstützt darüber hinaus mit der neuen Initiative "45 Plus" Unternehmen finanziell, die ältere MitarbeiterInnen in die betriebliche Weiterbildung mit einbeziehen.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit in Wien im Bau besonders stark gestiegen (+ 21,1 Prozent). Im Einzelhandel ist sie um 12,6 Prozent angewachsen, im Hotellerie und Gastronomie um 13,9 Prozent und in der Warenproduktion um 8,9 Prozent.

Die Bestandszahl der offenen Stellen ist mit 4.389 im Jahresabstand um 7,7 Prozent gesunken. Die "Abgänge" der offenen Stellen - das sind im Wesentlichen jene, die das AMS Wien durch erfolgreiche Vermittlung besetzen konnte - sind allerdings um 4,3 Prozent mehr geworden.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeitsmarktservice Wien
Dr. Susanne Rauscher
Tel. 87871 50510
mail: susanne.rauscher@ams.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AMW0001