• 01.08.2014, 11:17:35
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Arbeitsmarkt Wien: Wenig Ausgebildete und Ältere besonders von Arbeitslosigkeit betroffen

AMS Wien und waff unterstützen diese Zielgruppen mit eigenen Programmen

Utl.: AMS Wien und waff unterstützen diese Zielgruppen mit eigenen
Programmen =

Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos
vorgemerkten Personen ist im Juli 2014 im Jahresvergleich um 15,8
Prozent auf 100.117 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden
in Schulung beträgt 26.700, die Summe beider Gruppen ist um 11,9
Prozent angewachsen.

Mit Weiterbildung gegen steigende Arbeitslosigkeit
40.079 arbeitslose Wienerinnen und Wiener haben keinen höheren
Abschluss als den der Pflichtschule, weitere 11.597 haben überhaupt
keinen Schulabschluss. Damit fällt mehr als jede/r zweite Wiener
Arbeitslose in diese Gruppe. "Für Menschen ohne weiterführenden
Abschluss gibt es in Wien immer weniger Jobs", sagt AMS-Wien-Vizechef
Winfried Göschl. "Im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020 bieten
wir unseren KundInnen die Möglichkeit von Weiterbildung, möglichst
mit einem anerkannten Abschluss."

Im Sinne einer proaktiven Arbeitsmarktpolitik verdoppelt darüber
hinaus der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) auf
Initiative von Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Renate
Brauner den "Weiterbildungstausender": Seit 1. Juli können
beschäftigte WienerInnen bis zu 2.000 Euro für ihre berufliche
Weiterbildung in Anspruch nehmen.
"Auch die Anspruchsvoraussetzungen wurden ausgeweitet", erklärt Fritz
Meißl, Geschäftsführer des waff: "Lag die Einkommensgrenze bisher bei
1.300 Euro netto, wird diese auf 1.800 Euro erhöht. Damit können bis
zu 600.000 WienerInnen den doppelten WeiterbildungsTausender nutzen."

Beschäftigungsprogramme für Ältere
Besonders stark ist der Zuwachs an Arbeitslosigkeit
erwartungsgemäß bei den älteren Arbeitslosen. Die Gruppe der
Über-50-Jährigen hat sich im Jahresvergleich um 18,5 Prozent auf
23.868 Personen vergrößert.
Hier setzt das Beschäftigungsprogramm 50+ des AMS an: Für alle
Menschen in dieser Altergruppe, die zumindest ein halbes Jahr lang
arbeitslos waren, übernimmt das AMS Wien bei Neueinstellung drei
Monate lang die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten. Weitere drei bis
neun Monate lang trägt das AMS Wien bis zur Hälfte der Kosten - bis
zu einem Betrag von 20.000 Euro. Mit dieser attraktiven Förderung
sollen die Chancen auf eine nachhaltige Rückkehr in den Arbeitsmarkt
erhöht werden.
Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds unterstützt darüber
hinaus mit der neuen Initiative "45 Plus" Unternehmen finanziell, die
ältere MitarbeiterInnen in die betriebliche Weiterbildung mit
einbeziehen.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit in
Wien im Bau besonders stark gestiegen (+ 21,1 Prozent). Im
Einzelhandel ist sie um 12,6 Prozent angewachsen, im Hotellerie und
Gastronomie um 13,9 Prozent und in der Warenproduktion um 8,9
Prozent.

Die Bestandszahl der offenen Stellen ist mit 4.389 im
Jahresabstand um 7,7 Prozent gesunken. Die "Abgänge" der offenen
Stellen - das sind im Wesentlichen jene, die das AMS Wien durch
erfolgreiche Vermittlung besetzen konnte - sind allerdings um 4,3
Prozent mehr geworden.

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