Kraft: Ausbildungsfonds für Lehrlinge längst überfällig

Wirtschaft muss auch die Verantwortung für FacharbeiterInnenausbildung wahrnehmen

St. Pölten, (OTS/SPI) - "De Schaffung eines Fonds für Lehrausbildungsplätze ist längst überfällig. Jüngst bekanntgewordene Zahlen, wonach in ganz Österreich die Zahl der Lehrbetriebe seit dem Jahr 2008 um dramatische 6.000 Betriebe zurückgegangen ist, müssen aufschrecken. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, fehlen in den kommenden Jahren nicht nur tausende Ausbildungsplätze für unsere Jugend, auch der in manchen Branchen bereits eklatante FacharbeiterInnenmangel wird sich noch weiter verschärfen", so der Arbeitsmarktsprecher der SPNÖ, LAbg. Günter Kraft.

Die SPÖ NÖ fordert bereits seit Jahren die Einrichtung eines Ausbildungsfonds, der von Land, Bund und jenen Betrieben, welche keine Lehrlinge ausbilden, finanziert wird. "Die Gründe für den Rückgang der Lehrstellen sind vielfältig. Viele Klein-und Mittelbetriebe können oder wollen sich keine Lehrausbildung leisten. Häufiger müssen sich vor allem Klein- und Mittelbetriebe die Frage stellen, ob sie die fertig ausgebildeten Lehrlinge auch behalten werden können. Ein weiteres Problem für die Lehrlingsausbildung stellt die zunehmende Spezialisierung verarbeitender Betriebe dar. Das macht eine umfassende Lehrlingsausbildung in einem Betrieb oft schwierig. Die Schaffung weiterer überbetrieblicher Ausbildungsstätten bzw. Ausbildungsverbünde könnte diesem Trend entgegenwirken und die Lehrlingsausbildung näher an die neuen Gegebenheiten heranführen", so Kraft weiter, der Österreichs Vorbildwirkung in Sachen Jugendbeschäftigung, so etwa durch die Ausbildungsgarantie und die duale Ausbildung, hervorhebt: "Wir sind auf einem guten Weg, dass aber immer weniger Betriebe Lehrlinge ausbilden, ist eine Negativentwicklung, die konkrete Gegenmaßnahmen erfordert. Ich möchte mich auch ausdrücklichen bei jenen Betrieben bedanken, die mit viel Herz und Engagement für eine tolle Lehrausbildung sorgen! Mit einem Ausbildungsfonds würden auch jene einen Beitrag leisten müssen, die sich derzeit ihrer Verantwortung nicht stellen", so Kraft.
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