• 30.07.2014, 10:10:00
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VIER PFOTEN: Vom richtigen Umgang mit Kuhherden beim Wandern

Wien (OTS) - Auch heuer wurden leider bereits Unfälle von Wanderern
mit Kühen gemeldet, der jüngste in Tirol endete für eine deutsche
Urlauberin sogar tödlich. Dabei sind Kühe eigentlich äußerst
friedfertige Tiere - mit einem sehr starken Mutterinstinkt. VIER
PFOTEN rät, Kuhherden generell zu meiden und gibt Tipps für einen
maximalen Wanderspaß.

Biologisch betrachtet, sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr
eigentlich weglaufen. Nur, wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie
ihre Jungtiere verteidigen, können diese so friedlichen Tiere auch
mit einem Angriff reagieren.

"Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt", erklärt Irina
Fronescu, Kampagnenmitarbeiterin von VIER PFOTEN. "Daher gilt als
erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen,
sollten sie einen großen Bogen um die Kuhherde machen." Viele
Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese
Weise vermieden werden können, meint Fronescu.

Abgesehen davon hilft es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen zu
nehmen, um eine Wanderung auch ohne unerfreuliche Zwischenfälle
genießen zu können:

- Am besten man klärt schon vor der Wanderung ab, ob diese über
Weiden führt und sucht gegebenenfalls nach alternativen Routen. Das
gilt vor allem, wenn Hunde mit von der Partie sind.

- Beim Wandern sollte man markierte Wege nicht verlassen und ganz
allgemein ein achtsames Verhalten an den Tag legen.

- Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät VIER PFOTEN,
sich ruhig zu verhalten und begleitende Hunde unbedingt anzuleinen.
Hunde stellen natürliche Feinde für Rinder dar und können deren
angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich
friedfertige Kuh-Herde bedrohlich reagieren kann.

- Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein
beeindruckendes Erlebnis und kann den Wunsch nach Kontakt bewirken.
Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht
berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt
seiner Mutter vermehrt wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen
Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten.

- Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige
Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall
unterlassen werden.

- Die Körperhaltung der Tiere ist sehr aufschlussreich: Ein Senken
des Kopfes in einer Konfrontation ist eine eindeutige Drohgebärde. In
einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und
die Alm verlassen.

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so kann
ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz
auszuschließen ist, minimiert werden. "Ein respektvoller Zugang zur
Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für
ein sommerliches Wandervergnügen", so Irina Fronescu.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPF

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