- 29.07.2014, 09:00:31
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Fünf Positionen zum Wiener Immobilienmarkt
Missstände am Wiener Immobilienmarkt sind durch den Gesetzgeber zu beheben. Rund 300 Gründerhäuser werden jährlich abgerissen. FindMyHome.at präsentiert fünf Positionen für die Zukunft
Utl.: Missstände am Wiener Immobilienmarkt sind durch den
Gesetzgeber zu beheben. Rund 300 Gründerhäuser werden jährlich
abgerissen. FindMyHome.at präsentiert fünf Positionen für die
Zukunft =
Wien (OTS/LCG) - "Die gestern, Montag, erfolgte Delogierung der
Hausbesetzer im 2. Wiener Gemeindebezirk ist nur eine Facette der
Missstände am Wiener Immobilienmarkt. Jährlich werden rund 300 Häuser
aus der Gründerzeit abgerissen. Es kommt zum Verfall des historischen
Stadtbildes", unterstreichen die FindMyHome.at-Immobilienexperten
Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel. Der viel zu geringe
Kategoriemietzins macht die Sanierung von Altbauten für
Immobilieneigentümer unwirtschaftlich, wodurch es zum schleichenden
Verfall bei zahlreichen Immobilien kommt. "Der Gesetzgeber muss die
Weichen für eine Liberalisierung des Marktes unter Aspekten des
Mieter- und Konsumentenschutzes stellen", fordern Gabel-Hlawa und
Gabriel.
An konkreten Beispielen stellt sich Schieflage in der aktuellen
Wiener Gesetzgebung dar: "Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein
sanierter Altbau bei gleicher Wohnqualität dem unwirtschaftlichen
Kategoriemietzins unterliegt, während Neubauten sich lediglich an
Richtwerten orientieren und daher deutlich höhere Renditen abwerfen",
erklären die Experten. "Der Gesetzgeber muss rasch agieren, um dem
Verfall des Stadtbildes zu verhindern und Ungerechtigkeiten am
Immobilienmarkt zu beseitigen", fordern Gabel-Hlawa und Gabriel. Um
den Immobilienmarkt in der Bundeshauptstadt wieder fit für die
Zukunft zu machen und das einzigartige Stadtbild Wiens zu erhalten,
formulieren sie fünf Positionen.
Mietpreise orientieren sich ausschließlich am Zustand zum
Zeitpunkt der Vermietung
Der Konsument zahlt, was er bekommt. Es ist unabhängig, wann eine
Immobilie errichtet wurde, es zählt ausschließlich der Zustand. Damit
wird verhindert, dass Investitionen in Bestandsimmobilien ausbleiben
und Gebäude gezielt verfallen, um renditestärkeren Neubauten zu
weichen.
Soziales Wohnangebot wird ausgebaut
Einkommensschwächere Schichten werden primär durch den sozialen
Wohnbau der Stadt Wien in Randlagen (zB Seestadt Aspern) verdrängt,
wodurch es zu einer Ghettoisierung schlechter verdienender Menschen
kommt. Um diese Menschen wieder in die Mitte der Gesellschaft zu
holen, müssen Anreize geschaffen werden, um in der Privatwirtschaft
neue Flächen für leistbares Wohnen entstehen zu lassen. Im Falle
einer Hausrenovierung können bis zu 20 Prozent der Wohnfläche für
leistbares Wohnen adaptiert und in Folge bereit gestellt werden. In
diesem Fall erhält der Immobilieneigentümer eine Sanierungsförderung,
die sowohl dem Erhalt des Stadtbildes als auch der Schaffung eines
neuen leistbaren Wohnangebots förderlich ist. Werden beispielsweise
in einem sanierten Wohnhaus bis zu 20 Prozent der Wohnfläche für
leistbares Wohnen mit einer Maximalmiete von bis zu acht Euro pro
Quadratmeter zur Verfügung gestellt, kann der Vermieter die
Mieteinnahmen als Sozialbeitrag steuerlich geltend machen.
Individuelle Bemessungen anstatt starrer Kategorien
Über den tatsächlichen Zustand einer Immobilie und damit
einhergehende preisliche Einstufung urteilt eine unabhängige
Expertenkommission wie auch bei den Energieausweisen, die von
unabhängigen Sachverständigen ausgestellt werden. Potenzielle
Streitfälle werden bereits im Vorfeld ausgeschlossen.
Gleiches Recht für alle
Die Immobilien werden durch die unabhängigen Experten in einem
standardisierten Punktesystem bewertet. Der Score ist bei der
Vermarktung der Immobilie ebenso offen zu legen, wie das bereits mit
dem Energieausweis der Fall ist. Die Transparenz am Markt wird
deutlich gesteigert und ein einheitliches Orientierungssystem
gebildet, das einen neuen Vermarktungsstandard schafft, der für
Makler, Bauträger, Immobilieneigentümer und Medienanbieter gesetzlich
bindend ist.
Soziales Wohnen wird ausschließlich Personen mit geringem
Einkommen bis zu einer definierten Einkommensobergrenze zugänglich
gemacht. Die Weitergabe von Wohnungen mit Friedenszins wird
aufgehoben. Auch in diesem Fall kommt es zu einer neuerlichen
Bewertung durch unabhängige Sachverständige.
Neue Anreize für den Bestandserhalt
Einfach strukturierte Förder- und Bewertungsmethoden sorgen dafür,
dass Hausbesitzer zu Investitionen in den Bestand ermutigt werden.
Der Dominanz von Finanzinvestoren am Immobilienmarkt wird ein Riegel
vorgeschoben, wodurch die Prosperität des Marktes langfristig
abgesichert wird. Impulse zur Bestandserhaltung und Aufwertung
schaffen neue Arbeitsplätze bei Klein- und Mittelunternehmen und
sichern umweltfreundliche Entwicklungen ab, da es zu Investitionen in
energiesparende Faktoren wie neue Fenster, Fotovoltaikanlagen, etc.
kommt.
Über FindMyHome.at
FindMyHome.at zählt zu den führenden Immobilienportalen, auf dem
monatlich über 150.000 Menschen (Unique Clients) den Weg zur
Traumimmobilie suchen. Aktuell werden auf dem Portal rund 25.000
Immobilien im mittleren bis gehobenen Qualitätssegment angeboten.
Jährlich zeichnet FindMyHome.at die besten Makler des Landes als
"Qualitätsmakler" aus und setzt damit einen wesentlichen Aspekt zur
Steigerung der Qualität bei Immobilientransaktionen. Quartalsweise
veröffentlicht das Portal das Immo-Barometer, mit dem ein
transparenter Überblick über die Immobilienpreise in Wien geboten
wird. Weitere Informationen unter http://www.FindMyHome.at sowie
https://www.facebook.com/FindMyHome.at.
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Das Bildmaterial steht zur honorarfreien Veröffentlichung im Rahmen
der redaktionellen Berichterstattung unter
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Bild- und Informationsmaterial im Pressebereich unserer Website unter
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