- 24.07.2014, 09:29:59
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Die Bundeshymne auf Esperanto, österreichischer Beitrag zu dessen Geburtstag am 26.Juli
Wien (OTS) - Vor 127 Jahren erschien in Warschau das Unua Libro
(Erstes Buch) der
Internationalen Sprache des Dr. Esperanto, bürgerlich Dr.Ludwig L.
Zamenhof, und zwar am 26. Juli 1887. Die österreichische
Landessektion des Esperanto-Weltverbandes (Universala
Esperanto-Asocio, UEA) trägt zum diesjährigen Geburtstag dieser
Sprache, nach dem Pseudonym ihres Autors kurz "Esperanto" genannt,
die Esperanto-Übersetzung der seit 1.1.2012 gültigen Bundeshymne der
Republik Österreich bei.
Zamenhof hatte schon gegen Ende des 19.Jahrhunderts die Problematik
der geschlechtsneutralen Mehrzahlbildung vorhergesehen und aus dem
deutschen Wort "Geschwister" die Vorsilbe "ge" zu diesem Zweck
geschaffen.
Das Zentralanliegen der aktuellen Bundeshymne: "Heimat großer Töchter
und Söhne" wird so zu "Hejm' de ge-filoj eminentaj", im Reim mit dem
Ende der nächsten Zeile "por bel' sentaj"
(mit Sinn für das Schöne).
Die jetzige Version des Österreichischen Esperanto-Verbandes AEF
stützt sich auf die in der Österreichischen Nationalbibliothek
(Esperanto-Museum) vorhandene Übersetzung der Hymne von Paula von
Preradovic durch Christine Siedl. Das Team der AEF berücksichtigte
dabei die vom Parlament beschlossenen Modifikationen und nahm einige
wenige stilistischen Änderungen vor.
Als Symbol seiner aktiven Verbindung zu Esperanto soll dem ehemaligen
Bundespräsidenten Dr.h.c. Franz Jonas (1899-1974) in der Ausstellung
(Oktober 2014) "Vom Arbeiterkind zum Bundespräsidenten" auch die
gesungene aktuelle Bundeshymne auf Esperanto gewidmet sein
(Bezirksmuseum Floridsdorf).
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