ORF in memoriam Hans Landauer

ORF III zeigt Doku "Der Spanienkämpfer", Ö1 spielt "Hörbilder"-Feature "Operschall und Puzlicek"

Wien (OTS) - Mit Hans Landauer ist am Wochenende der letzte österreichische Spanienkämpfer und Chronist der österreichischen Beteiligung am Spanienkrieg im Alter von 93 Jahren gestorben. Der ORF ändert aus diesem Grund sein Programm und zeigt am Samstag, dem 26. Juli 2014, um 23.00 Uhr in ORF III die Dokumentation "Der Spanienkämpfer" von Wolfgang Rest. Bereits um 9.05 Uhr bringen die Ö1-"Hörbilder" das Radiofeature "Operschall und Puzlicek. Hans Landauers Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer" von Manfred Steinhuber.

Zur TV-Dokumentation "Der Spanienkämpfer"

Unter den österreichischen Freiheitskämpfern nehmen die "Spanienkämpfer" eine Sonderstellung ein, da sich diese Gruppe schon in den Jahren 1936/37 gegen den Faschismus stellte. Hans Landauer ging als jüngster Österreicher nach Spanien, um für die Demokratie zu kämpfen. Mit Tricks gelang es ihm, von den Interbrigaden akzeptiert zu werden. Er überlebte den Spanischen Bürgerkrieg, das französische Internierungslager, Gestapo-Gefangenschaft und das KZ Dachau.
Der Film aus dem Jahr 2006 zeichnet das Bild eines Menschen, dessen Leben untrennbar mit dem Spanischen Bürgerkrieg verbunden ist. Schauspieler Erwin Steinhauer übernahm für diese Dokumentation die Rolle des Sprechers.

Zum Radiofeature "Operschall und Puzlicek. Hans Landauers Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer"

Unter dem Namen Operschall ging der am 19. April 1921 in Oberwaltersdorf geborene Hans Landauer 16-jährig nach Spanien, um in der Brigade "12. Februar" die Republik gegen die Putschgeneräle zu verteidigen. Als Puzlicek tarnte er sich in den Briefen, die er seiner Mutter aus dem KZ Dachau schrieb. Und als Hans Landauer war er Kriminalbeamter und hat seine Nachforschungsmethoden in den Dienst der Zeitgeschichte gestellt.
1.370 Lebenswege winden, kreuzen und verschlingen sich im "Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer". Sie sind das Ergebnis der Recherchen, die Hans Landauer vor 30 Jahren begonnen hat. Sie sind die Lebensläufe der österreichischen Freiwilligen, Männer wie Frauen, die auf Seiten der spanischen Republik gegen den Franco-Faschismus gekämpft haben.
Hans Landauer: "Wir haben uns allein oder in Gruppen, mit dem Fahrrad, im Zug, zu Fuß, auf Skiern, per Schiff oder im Flugzeug nach Spanien aufgemacht. Nur wenige von uns haben die Wehrmachtsuniform getragen, weder auf den zahllosen Kriegerdenkmälern noch in parlamentarischen Feierstunden wird unser gedacht. Also haben wir nicht allzu viel falsch gemacht."

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