ARBÖ: Ungarn schickt bei Mautvergehen Londoner Inkassoagentur

Wien (OTS) - Wer durch Ungarn reist, könnte nach dem Urlaub eine schöne Überraschung erleben, warnt der ARBÖ. Die Überraschung war groß, als ARBÖ-Mitglied Peter K. nach seinem Urlaub in Ungarn ein Zahlungsbefehl aus London ins Haus flatterte. Herr K. hat wie vorgeschrieben die Autobahnvignette auf ungarischer Seite gekauft und für Verkehrskontrollen griffbereit im Fahrzeug abgelegt. Den ARBÖ erreichen seit längerem Beschwerden zahlreicher Mitglieder zu diesem Thema.

"In Ungarn muss dieser Kontrollbeleg im Gegensatz zur österreichischen oder slowenischen Mautvignette nicht sichtbar hinter der Windschutzscheibe aufgeklebtt werden. Monate später erhielt Herr K. ein Forderungsschreiben über ein Bußgeld von EUR 51,93 zzgl. administrativer Gebühren von EUR 47,27 von der Euro Parking Collection plc aus London. Der Vorwurf: Fahren ohne Autobahnvignette und die Aufforderung, den Zahlungsbeleg vorzuweisen, alles mit Fotos aus einer Überwachungskamera dokumentiert", erklärt Mag. Kurt Sabatnig, Chef der ARBÖ Interessenvertretung.

Herr Peter K. hat diesen Kontrollbeleg jedoch beim Autoreinigen verloren. Sein Einspruch wurde abgewiesen und die Zahlungsaufforderung auf über EUR 300,- erhöht. Ungarn schickt Herrn Peter K. wird weiterhin die englische Inkassoagentur. "Das englische Inkassobüro weist darauf hin, dass man bei der Verkaufsstelle auch eine Kopie des Kaufbelegs anfordern könne, bei Nachfrage ist dieser an der Verkaufsstelle jedoch nicht auffindbar. Auch das Fälligkeitsdatum für den Einspruch wurde nicht verlängert wurde. Diese Methoden erinnern an modernes Raubrittertum", kritisiert Sabatnig.

Mittlerweile kümmern sich die ARBÖ-Juristen um die Angelegenheit. "Es ist daher ratsam, bei Autofahrten nach oder durch Ungarn immer den Maut-Kontrollbeleg genau überprüfen und darauf achten, ob das richtige Kennzeichen und Datum eingetragen wurde und den Beleg mindestens ein Jahr aufheben. Im Falle von Problemen mit der ungarischen Mautstelle oder dem Inkassobüro können sich ARBÖ-Mitglieder an die ARBÖ-Rechtsabteilung wenden", so Sabatnig abschließend.

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