• 23.07.2014, 11:24:33
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AK Energiepreismonitor: Strompreise müssen bei allen Anbietern sinken!

Strom-Großhandelspreis erreicht neuen Tiefststand seit 2008

Utl.: Strom-Großhandelspreis erreicht neuen Tiefststand seit 2008 =

Wien (OTS) - Seit 2008 ist der Strom-Großhandelspreis um fast die
Hälfte gesunken (minus 44 Prozent). Doch die Preissenkung kommt nicht
bei den Haushalten an, weil die Stromversorger die günstigen Preise
häufig nicht an ihre Kunden weitergeben. "Nur wenige Stromversorger
haben die Preise für ihre Bestandskunden in den letzten Jahren
gesenkt - und selbst bei diesen Preissenkungen gibt es noch
Potenzial", so AK Energieexperte Dominik Pezenka. Positiv sieht
Pezenka die Ankündigung der Energieallianz (Wien Energie, EVN,
Energie Burgenland), ihre Preise im kommenden Oktober um 10 Prozent
zu senken: "Wenn die größte österreichische Lieferantengemeinschaft
die Preise senkt, kommt hoffentlich Bewegung in den Markt. Es ist
höchst an der Zeit, dass alle Anbieter ihre Preise deutlich senken!"

Seit Juli 2008 beobachtet die AK die Großhandelspreise für Strom und
Gas und vergleicht sie mit den Haushalts-Energiepreisen von 14
Strom-Anbietern und 12 Gas-Anbietern in Österreich. Der
Stromgroßhandelspreis hat im Juli einen neuen Rekordtiefststand seit
Beginn der Beobachtung erreicht. Doch nur ein kleiner Teil der
beobachteten Stromanbieter hat die Energiepreise leicht nach unten
angepasst. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich sogar, dass bei den
meisten Anbietern die Preise heute noch immer deutlich höher sind als
2008 - teilweise sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Durch die VKI-Aktion zu Jahresbeginn ist offensichtlich etwas
Bewegung in den Markt gekommen. Nach einigen kleineren Anbietern
kündigte im Juni auch die größte Vertriebsgesellschaft, die
Energieallianz (Wien Energie, EVN, Energie Burgenland) - eine
Preissenkung für 1. Oktober an. "Es ist längst überfällig, dass alle
Anbieter ihre Strompreise deutlich senken", so Pezenka. "Um von
günstigeren Preisen schon jetzt zu profitieren, kann man den Anbieter
oder zumindest den Tarif wechseln!" Die neuen Tarife unterscheiden
sich dabei aber deutlich von den herkömmlichen Tarifen. Neben reinen
"online"-Tarifen gibt es sogenannten "float"-Tarife mit
automatischer, monatlicher Preisanpassung und meist längeren
Bindefristen.

Ähnlich ist die Situation bei Gas. Der Großhandelspreis liegt bei Gas
zwar "nur" 5 Prozent unter dem Wert von 2008, aber im gleichen
Zeitraum sind die Haushalts-Preise bei den meisten beobachteten
Anbietern um mehr als 20 Prozent gestiegen. "Wir beobachten seit
Jahren das gleiche Spiel: steigende Großhandelspreise werden sehr
schnell weitergegeben, sinkende aber nur unzureichend und mit starker
Zeitverzögerung", sagt Pezenka.

AK-Tipps für Haushalte:
+ Vergleichen Sie die Preise mit dem Strom- und Gaspreisrechner.
+ Achten Sie bei einem möglichen Tarif- bzw. Anbieterwechsel auf
befristete Rabatte, automatische Preisanpassungen und
Bindungsfristen.
+ Haushalte, die GIS befreit sind, haben Anspruch auf eine Deckelung
der Ökostrom-Förderkosten (max. 20 Euro pro Jahr). Anträge sind beim
Gebühren Info Service (GIS) zu stellen.
Service: Der AK-Energiepreis-Monitor und Tarifrechner sind unter
www.arbeiterkammer.at abrufbar.

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