"Am Schauplatz Gericht" am 24. Juli: "Harte Bandagen"

Wien (OTS) - In der Redaktion von "Am Schauplatz Gericht" ist man immer wieder erstaunt, aus welchen scheinbar harmlosen Anlässen große Konflikte entstehen, die dann jahrelang vor diversen Gerichten abgehandelt werden. Eine sonntägliche Ruhestörung kann in manchen Kreisen zu eingeschlagenen Nasen, brennenden Autos und Attacken mit Schusswaffen führen. Andere tragen Auseinandersetzungen juristisch aus: Zum Beispiel, wenn sie mit einem Bericht im ORF nicht einverstanden sind. Da werden alle Register gezogen, alle erdenklichen Klagen und Beschwerden bei Gerichten und Behörden werden ausgeschöpft. "Am Schauplatz Gericht" wirft am Donnerstag, dem 24. Juli 2014, um 21.05 Uhr in ORF 2 einen Blick hinter die Kulissen der Redaktionsarbeit:

Die eineiigen Zwillinge Peter und Paul K. wohnen direkt am Wiener Naschmarkt. Sie ärgerten sich über einen Lokalbesitzer, der am Sonntag sein Restaurant umbaute, da sollte doch Ruhezeit sein. Sie stellten ihn zur Rede - der Konflikt eskalierte. Es begann mit eingeschlagenen Glasscheiben und zerkratzten Autos. Dann kam es zu ersten Körperverletzungen und Großeinsätzen der Polizei. Peter K. saß knapp ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Schuldlos, stellte sich heraus. Dann wurden die Brüder krankenhausreif geschlagen, Unbekannte zündeten ihr Auto an. Auf offener Straße wurde auf die Zwillinge geschossen. Die Polizei kommt bei den Ermittlungen nicht weiter, die Brüder fürchten, dass man sie im Stich lässt.

Im zweiten Teil der Sendung berichtet "Am Schauplatz Gericht" über ein ungewöhnliches Thema: Wie ist es, wenn die Redakteurinnen und Redakteure des ORF wegen ihrer Berichterstattung selbst vor Gericht stehen? Das passiert meist dann, wenn mächtige Menschen oder Firmen kritisiert werden. Wenn man zum Beispiel die Frage stellt, ob die Millionen der "Hypo Alpe Adria Bank" einfach verschwunden sind oder ob es da auch bestimmte Unternehmer/innen gibt, die dabei eine Rolle gespielt haben könnten. Oder wenn man Mieter/innen von Wohnungen in Häusern zu Wort kommen lässt, die sich darüber beschweren, dass der Hausherr sie mit allen möglichen Mitteln aus dem Haus bekommen will, um danach mehr Profit mit der Immobilie zu machen. "Am Schauplatz Gericht" berichtet von drei solchen Klagen gegen den ORF und darüber, wie sie ausgegangen sind.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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