- 23.07.2014, 09:52:55
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Grün-Bundesrat Efgani Dönmez: Die "Krawatten-Söldner" von Erdogan, die neuen Wahlkampfhelfer der FPÖ
FPÖ-Forderung nach Auflösung des Assoziierungsabkommens mit der Türkei in Österreich ist Schlag ins Gesicht der liberalen Strömungen
Utl.: FPÖ-Forderung nach Auflösung des Assoziierungsabkommens mit
der Türkei in Österreich ist Schlag ins Gesicht der liberalen
Strömungen =
Linz (OTS) - "Die Forderung der FPÖ das Assozierungsabkommen mit der
Türkei aufzulösen ist ein Schlag ins Gesicht der aus der Türkei
stammenden MitbürgerInnen, insbesondere der säkular-liberalen
Strömungen. Denn die antiisraelischen Demonstrationen wurden einzig
und allein von AKP-Anhängern in Österreich organisiert", so der Grüne
Bundesrat Efgani Dönmez.
"Die UETD, welche mit Hilfe der Milli Görüs und anderen
"Kulturvereinen" auch den türksichen Premier Erdogan zu einem
umstrittenen Wahlkampauftritt nach Österreich eingeladen haben,
dürfen nicht mit den säkular-liberalen in denselben Topf geschmissen
werden. In der Differenzierung hatte die FPÖ immer ein Problem. Das
Problem sind nicht "die Türken" sondern die Geisteshaltung, welche
hinter den agierenden Gruppierungen steckt".
"Die UETD, jene "Krawatten-Söldner"von Erdogan, welche krampfhaft
versuchen in der österreichischen Innenpolitik sowie mit dem Nah-Ost-
Konflikt sich auch außenpolitisch Gehör zu verschaffen, sind
eigentlich für die FPÖ die besten Wahlhelfer. Hier die
säkular-liberalen aus der Türkei stammenden MitbürgerInnen durch die
Auflösung des Assozierungsabkommens zu bestrafen, würde gerade für
jene eine doppelte Bestrafung darstellen, denn diese
säkular-liberalen Stimmen sind auch dem Druck aus dem Herkunftsland
massiv ausgesetzt".
"Was wir in Österreich benötigen sind klare Worte und keine falsch
verstandene Toleranz gegenüber Vertretern eines politischen Islams.
Dieses Feld darf nicht alleine der FPÖ überlassen werden. Was dabei
rauskommen würde, sehen wir an undifferenzierten Forderungen, wie der
Aufkündigung des Assozierungsabkommens".
"Ob eine jüdische oder muslimische Mutter weint, weil sie ihr Kind
verloren hat, macht für mich keinen Unterschied. Das Ausschlaggebende
wäre, dass keine Mutter mehr um ihre getöteten Kinder weinen muss.
Dazu gehört jedoch auch Klarheit auf beiden Seiten. Die
Existenzberechtigung des einen kann und darf keinesfalls in Frage
gestellt werden, denn dies ist die Grundvoraussetzung für Dialog und
Frieden. Es gilt auch zwischen einer berechtigten Kritik an einer
bestimmten Staatspolitik und antisemitischer Propaganda zu
unterscheiden. Letzteres gehört ganz entschieden bekämpft, Kritik an
der israelischen Politik darf aber nicht sofort mit Antisemitismus
gleichgesetzt werden".
"Für die Region des Nahen-Osten wünsche ich mir, dass zumindest meine
Enkelkinder nicht mehr mit den tagtäglichen Kriegsmeldungen
konfrontiert werden. Für meine Generation habe ich, anhand der
handelnden Akteure, die Hoffnung leider schon aufgegeben, in der
Hoffnung das ich mich irre".
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