• 21.07.2014, 12:45:22
  • /
  • OTS0081 OTW0081

Noch mehr "tierische Genies" im "Universum"

"Superhirne" am 22. Juli um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: "Superhirne" am 22. Juli um 20.15 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Orang-Utans, die ein Boot steuern, Meerkatzen, die
babysitten, und Hunde, die Tausende unterschiedliche Worte verstehen:
Tiere haben verblüffende Fähigkeiten. Bahnbrechende Studien haben
ergeben: Tiere sind soziale Superhirne - und uns Menschen in manchen
Dingen sogar haushoch überlegen. In der letzten Folge der
zweiteiligen BBC-Dokumentation "Tierische Genies" zeigt "Universum"
am Dienstag, dem 22. Juli 2014, um 20.15 Uhr in ORF 2 die
unglaublichsten Beispiele tierischer Intelligenz. Caroline Tann hat
den Film von Simon Bell deutsch bearbeitet.

"Lassie" ist auch im wahren Leben ein Genie: Der Collie "Chaser" hat
mehr als drei Jahre lang mit seinem Herrchen 1.022 Vokabeln gelernt.
Lassie kennt die Spitznamen von 116 Bällen, 26 Frisbees und 800
Stofftieren und holt auf Kommando das gewünschte Objekt. Nicht ganz
so rekordverdächtig, aber dennoch beeindruckend: Spitzen-Schäferhunde
sind in der Lage, die Kommandos ihrer Hirten minutiös auszuführen und
mit ihrer Herde sogar komplizierte Figuren durchzuführen. Indem sie
die Hirtenpfiffe richtig verstehen, entpuppen sich die Hunde als
Fremdsprachengenies und liefern damit eine Hochleistung in Sachen
Intelligenz.

Der Pferdeflüsterer Monty Roberts wurde über Nacht weltberühmt, als
es ihm gelang, die Sprache der Pferde zu erlernen und so erstmals mit
Mustangs zu kommunizieren. Die überraschende Erkenntnis: Tiere sind
wahre Kommunikationstalente, die sich wahlweise über Laute, Farben
und Körpersprache mitteilen. Präzise können sie vor Feinden und
Gefahren warnen und so den Fortbestand ganzer Tierkolonien sichern.

Wer überleben will, muss auch einschätzen können, was sein Gegenüber
denkt und fühlt. So sind Affen nur in der Lage, Menschen zu
bestehlen, weil sie wissen, wann sie unbeobachtet zur Tat schreiten
können. Ganz anders die Eichelhäher: Sie verstecken ihre knappe
Winternahrung demonstrativ vor den Augen ihrer Artgenossen, um sie
dann in einem unbemerkten Moment wieder auszugraben und ganz woanders
zu deponieren. Die Entdeckung, dass der Vogel lügt und betrügt, ist
Indiz für intellektuelle Höchstleistungen und eine wissenschaftliche
Sensation. Denn bisher glaubte man, dass zu diesen berechnenden
Aktionen nur Primaten in der Lage seien.

Gefühle sind unter Tieren weit verbreiteter als bisher angenommen. In
aufsehenerregenden neurobiologischen Scans konnten Forscher bei
Krähen in Gefahrensituationen eine erhöhte Aktivität der Amygdala,
jener mandelförmigen Gehirnregion feststellen, die auch beim Menschen
für das Empfinden von Angst zuständig ist. Denn das Empfinden von
Gefühlen erhöht die Überlebenschancen: Furcht warnt vor Gefahr und
Liebe gewährleistet Schutz. Tatsächlich waren diese Krähen in der
Lage, den Mann, der sie gefangen hatte, noch zehn Jahre später
wiederzuerkennen und die ganze Krähenpopulation der Stadt vor ihm zu
warnen.

Sogar so "menschliche" Eigenschaften wie Liebe, Schuld und Mitgefühl
könnten weit verbreiteter sein als bisher angenommen. Denn die für
diese Empfindungen zuständige neurologische Basis, die Spindelzellen,
finden sich auch in anderen tierischen Gehirnen wieder. Wale etwa
könnten davon dreimal so viele haben wie wir. Damit drängt sich die
Schlussfolgerung auf, dass die Grenze zwischen tierischer und
menschlicher Intelligenz viel dünner ist als bisher angenommen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel