Klug: "Trotz Sparvorgabe in Katastrophenhilfe investieren"

Die Hilfskompetenz des Bundesheeres wird weiter gestärkt

Wien (OTS/BMLVS) - Das Österreichische Bundesheer investiert 2014 und 2015 rund 140 Millionen Euro in die Katastrophenhilfe. "Trotz des Sparzwangs ist es mir wichtig, die Katastrophenhilfe weiter zu stärken. Die österreichische Bevölkerung kann sich auch in Zukunft auf die rasche Hilfe des Bundesheeres verlassen", sagt Verteidigungsminister Gerald Klug.

Zeltsysteme im Wert von 25 Millionen Euro werden derzeit in Salzburg und Melk getestet. Die luftdichten Zelte können etwa als Notspital oder Notunterkunft verwendet werden. Das Besondere: Sie sind zwischen minus 32 und plus 49 Grad einsetzbar.

18 Pionierboote erhielten unter anderem die drei Pionierbataillone in Villach, Salzburg und Melk bereits im März 2014. Im Herbst 2014 sollen weitere 20 Pionier- und Flachwasserboote an das Bundesheer übergeben werden. Insgesamt haben die 38 neuen Boote einen Wert von knapp 10 Millionen Euro.

23 Hubschrauber vom Typ Agusta Bell 212 werden bereits jetzt auf den aktuellen Stand gebracht. Ihr Update kostet etwa 81,6 Millionen Euro. Auch in Fahrzeuge wird investiert: ABC-Dingos für Chemieunfällen werden noch heuer einsatzbereit sein. Ihr Wert: 10,5 Millionen Euro.

Um 15 Millionen Euro sollen bis Ende des Jahres 2014 sechs Drohnensysteme mit je drei Drohnen angeschafft werden. Sie können Verunglückte nach Überschwemmungen oder Waldbränden aufspüren.

12.500 Soldatinnen und Soldaten stehen permanent für die Katastrophenhilfe bereit. Das Bundesheer gelangt nach Assistenzanforderung über die Landeswarnzentrale zum Einsatz. Während eines Hochwassers beispielsweise kann das Bundesheer mittels Hubschrauber Personen aus den Katastrophengebieten evakuieren und Gebiete erkunden. Auch nach Naturkatastrophen ist die Hilfe des Bundesheeres gefragt, etwa um die Infrastruktur wieder herzustellen.

Grundwehrdiener in ganz Österreich leisten seit Beginn dieses Jahres das Katastrophenhilfs-Modul. Die Ausbildung ist auf die Zusammenarbeit des Österreichischen Bundesheeres mit zivilen Behörden und Organisationen im Rahmen von Assistenzleistungen ausgerichtet. Während ihrer Basisausbildung errichten Rekruten beispielsweise "Wassersperren" an Gebäuden und Dämmen.

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