- 17.07.2014, 10:00:35
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Hundstorfer: Forcierte Armutsbekämpfung ist für Europa ein Gebot der Stunde
EU-Beschäftigungs- und SozialministerInnen diskutieren Armutsbekämpfung
Utl.: EU-Beschäftigungs- und SozialministerInnen diskutieren
Armutsbekämpfung =
Wien/Mailand (OTS/BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer nimmt
heute und morgen am informellen Treffen der
EU-BeschäftigungsministerInnen in Mailand teil. Im Mittelpunkt der
Debatten steht die Armutsbekämpfung. Erstmals treffen sich in Mailand
auch die Umwelt- und SozialministerInnen zum Thema Grünes Wachstum
und Beschäftigung. ****
Armut in Europa im Steigen - Trend in Österreich hingegen
positiv
Im Jahr 2010 haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf
geeinigt, im Rahmen der Europa 2020 Strategie für intelligentes,
nachhaltiges und inklusives Wachstum die Zahl der von Armut
betroffenen Menschen in der EU bis 2020 um 20 Millionen zu
reduzieren. Zur Halbzeit muss allerdings ein Anstieg der Armut in
Europa von 116,4 Millionen Menschen im Jahr 2008 auf 123,1 Millionen
Menschen im Jahr 2012 festgestellt werden. Erfreulicherweise ist in
Österreich eine positivere Entwicklung zu beobachten. Die Zahlen sind
zwar immer noch zu hoch, aber stabil.
Vor diesem Hintergrund diskutieren die MinisterInnen über
Möglichkeiten, die Armutsbekämpfung auf europäischer Ebene stärker in
den Vordergrund zu rücken. Sozialminister Hundstorfer betont, dass
die Zunahme der Armut in vielen Mitgliedstaaten nicht nur auf die
Krise zurückzuführen ist, sondern dass diese auch durch die rigorose
Sparpolitik noch weiter gesteigert wird. Hundstorfer: "Daher muss
eine wirksame Armutsbekämpfung auch eine Neuausrichtung der
generellen Politik umfassen. Der Blick muss stärker darauf gerichtet
werden, was den Menschen und der Wirtschaft nützt und nicht
hauptsächlich darauf, was kurzfristig dem Budget nützt." Weiters wird
über Möglichkeiten eines europäischen Stabilisierungsmechanismus
diskutiert, dessen konkrete Ausgestaltung aber noch völlig offen ist.
Schaffung von Arbeitsplätzen hat oberste Priorität
Erstmalig treffen sich, eingeladen vom italienischen Ratsvorsitz,
auch Umwelt- und SozialministerInnen zum Thema Grünes Wachstum und
Beschäftigung in Mailand. "Die Schaffung von Arbeitsplätzen muss
unsere oberste Priorität sein. Die Grüne Wirtschaft kann hier einen
wichtigen Beitrag zur Steigerung der Beschäftigung leisten, aber man
darf auch nicht glauben, dass dies das allein ausreichen kann, um die
Krise zu überwinden", so Hundstorfer. "Vor allem in den Bereichen
erneuerbare Energien und thermische Gebäudesanierung werden neue
Arbeitsplätze und neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen.
Wichtig sind in diesem Zusammenhang aber wie immer faire Löhne, faire
Arbeitszeiten und faire Arbeitsbedingungen", schloss Hundstorfer.
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